Arbeitsmarkt, Gesundheit

Neue Longevity-Studie: Gesunde Lebensjahre sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

28.04.2026 - 08:55:00 | presseportal.de

Berlin/Stockholm - Deutschland könnte jedes Jahr Milliarden an wirtschaftlichem Potenzial gewinnen – wenn die Menschen nicht nur länger leben, sondern auch länger gesund bleiben. Das zeigt die Studie Europe’s longevity trend can be boosted by Swedish-style nicotine pouches, die Dr. Nima Sanandaji im Auftrag von Northerner erstellt hat. Als gesundes Lebensjahr definiert der Studienautor, ein iranisch-schwedischer Sozial- und Naturwissenschaftler, ein Lebensjahr ohne chronische Krankheiten, und relevante körperliche oder mentale Beeinträchtigungen sowie mit weitgehend erhaltener Selbstständigkeit und Leistungsfähigkeit. Für Deutschland ergibt sich aus dem Zusatzjahr rein rechnerisch ein wirtschaftlicher Nutzen von 43.000 Euro pro Erwachsenem.

Neue Longevity-Studie: Gesunde Lebensjahre sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor - Foto: presseportal.de
Neue Longevity-Studie: Gesunde Lebensjahre sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor - Foto: presseportal.de

Die Analyse von Dr. Nima Sanandaji ist Teil eines größeren Trends: In Europa steigt die Lebenserwartung generell an, aber es kommt nicht nur auf die Jahre an, sondern auch darauf, wie viele dieser Jahre die Menschen tatsächlich gesund verbringen können.

Zusätzliche gesunde Lebensjahre sind ein zentraler Indikator für gesellschaftlichen Fortschritt“, kommentiert Nima Sanandaji die Ergebnisse seiner Longevity-Studie 2026. „Zugleich sind sie aber auch ein entscheidender Hebel für wirtschaftliche Entwicklung“, so der Wissenschaftler.

Deutschland im Mittelfeld – mit Potenzial für vordere Plätze

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Lebenserwartung und den gesunden Lebensjahren allenfalls im Mittelfeld: 50-jährige Männer erreichen im Schnitt eine Lebenserwartung von 80,4 Jahren und damit deutlich weniger als Spitzenreiter Schweden mit 83,2 Jahren. Auch bei den gesunden Lebensjahren zeigt sich der Abstand: 50-jährige Männer in Deutschland kommen auf 67,5 gesunde Lebensjahre, während sie in Schweden auf 74,5 gesunde Jahre kommen. Ein zentraler Einflussfaktor ist laut Studie der Einfluss rauchbedingter Erkrankungen: Schweden hat mit unter fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine deutlich niedrigere Raucherquote als Deutschland. Dort hat eine Kombination aus restriktiver Zigarettenpolitik und alternativen Nikotinprodukten zu einem deutlichen Rückgang des Rauchens beigetragen.

Die gute Nachricht: Gerade aus diesem Abstand ergibt sich ein erhebliches Verbesserungspotenzial. Länder mit geringerer Lebenserwartung und weniger gesunden Lebensjahren profitieren besonders stark von Maßnahmen, die rauchbedingte Gesundheitsrisiken reduzieren. Für Deutschland schätzt die Studie, dass eine stärkere Verlagerung weg vom Rauchen hin zu weniger schädlichen Alternativen das Potenzial hätte, rauchbedingte Todesfälle bei Männern ab 35 Jahren um rund 61 Prozent zu reduzieren.

240 Milliarden Euro Potenzial für Europa

Die Studie berechnet erstmals auch den gesamtwirtschaftlichen Effekt zusätzlicher gesunder Lebensjahre: Würde die heutige Generation der 50-Jährigen in Europa im Schnitt auch nur ein gesundes Lebensjahr hinzugewinnen, ergäbe sich rein rechnerisch ein wirtschaftlicher Mehrwert von 210 Milliarden Euro. Hinzu kommen 29,5 Milliarden Euro an Wohlfahrtsgewinnen – also zusätzlichem gesellschaftlichem Nutzen durch bessere Gesundheit und Lebensqualität, der über messbare Effekte auf Produktivität und wirtschaftliche Aktivität hinausgeht.

Grundlage dieser Schätzung ist die Annahme, dass etwa die Hälfte eines zusätzlichen gesunden Lebensjahres für Arbeit und die andere Hälfte für Freizeit genutzt wird – mit direkten Effekten auf Produktivität, Erwerbsbeteiligung und wirtschaftliche Aktivität. Für Deutschland entspricht das volkswirtschaftliche Plus dem durchschnittlichen wirtschaftlichen Nutzen von rund 43.000 Euro pro Erwachsenem sowie einem zusätzlichen Wohlfahrtswert von rund 7.900 Euro pro Person.

Der Nutzen eines zusätzlichen gesunden Lebensjahres bezieht sich auf den volkswirtschaftlichen Wert, den die Gesellschaft durch höhere Produktivität, länger andauernde Erwerbstätigkeit und reduzierte Krankheitskosten erzielt. Der Wohlfahrtswert beschreibt den gesellschaftlichen Nutzen zusätzlicher gesunder Lebensjahre, der über wirtschaftliche Effekte hinausgeht und insbesondere die verbesserte Lebensqualität und geringere gesundheitliche Belastungen umfasst.

Große Unterschiede innerhalb Deutschlands

Wie stark sich gesunde Zusatzjahre wirtschaftlich auswirken, hängt auch von der regionalen Wirtschaftskraft ab, belegt die Studie. Innerhalb Deutschlands reicht der wirtschaftliche Nutzen pro Person von rund 70.000 Euro pro Jahr in Hamburg, über 45.000 Euro in Berlin oder Köln bis zu 31.000 Euro in Chemnitz oder Lüneburg. Die Unterschiede ergeben sich rein rechnerisch daraus, dass der ökonomische Wert eines zusätzlichen gesunden Lebensjahres in wirtschaftlich stärkeren Regionen höher ausfällt.

Mehr gesunde Jahre sind ein wirtschaftlicher Faktor

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich: Mehr gesunde Lebensjahre bedeuten nicht nur höhere Lebensqualität, sondern auch spürbare wirtschaftliche Vorteile. „Wenn Menschen länger gesund bleiben, profitieren Arbeitsmarkt, Innovationskraft und die Gesellschaft insgesamt“, bilanziert der Studienautor Nima Sanandaji. „Gesundheitspolitik ist so gesehen immer auch Wirtschaftspolitik.“

Methodik

Für die Studie Europe’s longevity trend can be boosted by Swedish-style nicotine pouches hat Nima Sanandaji Daten aus 33 europäischen Ländern und 240 Regionen analysiert und sowohl die wirtschaftlichen als auch die wohlfahrtsbezogenen Effekte eines zusätzlichen gesunden Lebensjahres für die heutige Generation der 50-Jährigen untersucht.

Diese und weitere Studien stehen hier zum Download bereit: https://hayppgroup.com/sustainability/our-reporting/

Über Northerner

Northerner ist Teil der Haypp Group. Die Haypp Group ist Vorreiter beim globalen Übergang vom Rauchen zu risikoärmeren Produktalternativen. Mit ihren Ursprüngen in Skandinavien und ihrer umfassenden Erfahrung aus wegweisenden Märkten für rauchfreie Alternativen nutzt Haypp sein regulatorisches Fachwissen und seine Führungsposition im E-Commerce, um über 1,1 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher einen überzeugenden Mehrwert zu bieten. Mit elf verschiedenen E-Commerce-Marken ist die Gruppe in sechs Ländern in Europa und den USA vertreten.

Weitere Informationen unter https://www.northerner.com/de sowie www.hayppgroup.com

Kontakt für Presseanfragen:

Lisa Hottes
Head of PR & External Affairs DACH
E-Mail: lisa.hottes@hayppgroup.com

Original-Content von: Northerner Deutschland übermittelt durch news aktuell

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