Arbeitsmarkt, Gesundheit

Arbeitgeber: Lohnfortzahlung erst ab dem zweiten Krankheitstag

05.03.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Angesichts der Krankenstände in Deutschland spricht sich Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger dafür aus, dass Arbeitnehmer am ersten Krankheitstag keinen Lohn erhalten sollen."Die aktuell hohen Krankenstände sind ein echtes Problem", sagte Dulger dem Nachrichtenportal T-Online.

Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Alles, was "Missbrauch" bei Krankmeldungen erschwere, sei deshalb "hilfreich". "Eine Idee wäre die Einführung eines Karenztages, sodass der Arbeitgeber den Lohn im Krankheitsfall erst ab dem zweiten Krankheitstag zahlt", sagte Dulger. "Der so am Anfang `verlorene` Tag könnte dann hinten drangehängt werden."

Der Vorteil eines solchen Systems, so Dulger: "Diejenigen, die wirklich krank sind und die lange ausfallen, bekämen dieselben Leistungen wie jetzt. Ein solches Modell würde dazu beitragen, die Zahl sehr kurzfristiger Fehlzeiten weiter zu reduzieren und den Fokus stärker auf tatsächlich notwendige Ausfallzeiten zu lenken."

Mit Blick auf steigende Sozialbeiträge und Finanzlücken bei den gesetzlichen Krankenkassen forderte Dulger zudem, dass der Bund die Gesundheitskosten der rund fünf Millionen Bürgergeldempfänger vollständig übernehmen sollte. "Wir brauchen endlich eine saubere Finanzierung", sagte er. Der Bund zahle den Krankenkassen für je Bürgergeldempfänger nur etwa 140 Euro. "Das deckt die tatsächlichen Gesundheitskosten nicht", so Dulger. "Die fehlenden rund zehn Milliarden Euro tragen heute die Beitragszahler. Würde der Bund seinen Anteil vollständig übernehmen, könnten die Beiträge spürbar sinken."

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 68635920 |

Weitere Meldungen

DGB-Chefin kritisiert Wirtschaftspolitik der Regierung Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat sich gegen Vorschläge aus der Politik gewandt, den Feiertag am 1. (Politik, 30.04.2026 - 12:29) weiterlesen...

Kassenärztliche Bundesvereinigung lehnt Teilkrankschreibung ab Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, lehnt die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplante Teilkrankschreibung ab. (Sonstige, 28.04.2026 - 00:00) weiterlesen...

Kompromiss zu Kassenbeiträgen von Bürgergeldempfängern in Sicht Im Koalitionsstreit um die Finanzierung der Krankenkassenbeiträge von Bürgergeldempfängern zeichnet sich ein Kompromiss ab. (Sonstige, 27.04.2026 - 18:06) weiterlesen...

VdK warnt vor Einschnitten bei Rente In der Debatte um die Renten- und Gesundheitsreformen und vor dem Treffen des Bundeskabinetts am kommenden Mittwoch kritisiert der Sozialverband VdK Deutschland etwaige Pläne der Union, die staatliche Rente zur Basisabsicherung abzuschmelzen.VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben): "Die gesetzliche Rente nur als Basisabsicherung zu verstehen, würde sie massiv entwerten. (Politik, 26.04.2026 - 01:00) weiterlesen...

Sven Schulze warnt vor Gefährdung des gesellschaftlichen Friedens Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat sich kritisch zu den Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Rentenreform geäußert. (Politik, 26.04.2026 - 00:01) weiterlesen...

Klink-Betriebsräte warnen vor Pflegenotstand wegen Reformplänen In einem offenen Brief an die Bundesregierung haben die Betriebsräte von mehr als 20 Klinikkonzernen und Universitätskliniken vor gravierenden Folgen für die Pflege gewarnt, sollten die Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in der aktuellen Form umgesetzt werden. (Sonstige, 24.04.2026 - 01:00) weiterlesen...