Venezuela, Erdbeben

Zahl der Toten in Venezuela nach Erdbeben steigt weiter

03.07.2026 - 13:41:24 | dpa.de

Neben all dem menschlichen Leid werden in Venezuela auch die Schäden an der Infrastruktur immer deutlicher. Ein millionenschwerer Fonds soll beim Wiederaufbau helfen.

  • Mehr als 2.000 Menschen starben bei den Beben. - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
    Mehr als 2.000 Menschen starben bei den Beben. - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
  • Tausende Menschen gelten als vermisst. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa
    Tausende Menschen gelten als vermisst. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa
  • Das Land steht vor einem schwierigen Wiederaufbau. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa
    Das Land steht vor einem schwierigen Wiederaufbau. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa
Mehr als 2.000 Menschen starben bei den Beben. - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa Tausende Menschen gelten als vermisst. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa Das Land steht vor einem schwierigen Wiederaufbau. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 2.595 gestiegen. Dies teilte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez am Donnerstagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Caracas mit. Das sind 300 mehr als am Mittwoch angegeben. Zudem gibt es mehr als 11.000 Verletzte. Tausende weitere Menschen werden noch vermisst. 

Für den Wiederaufbau möchte die Regierung einen ersten Fonds von 200 Millionen Dollar (knapp 175 Millionen Euro) einrichten. Die Gelder dafür werde der Internationale Währungsfonds (IWF) freigeben, sagte die Präsidentin. 

Mehr als 1.000 Gebäude zerstört oder beschädigt

Für internationale Geldspenden sei zudem ein Konto bei der Lateinamerikanischen Entwicklungsbank eingerichtet worden. Auch dieses Geld solle vor allem in den Wiederaufbau fließen. 

Nach Angaben von Rodríguez wurden bei den Beben vom 24. Juni nach bisherigen Erkenntnissen 189 Gebäude komplett zerstört und mindestens 855 weitere beschädigt. Auch Krankenhäuser seien darunter. Brücken und Straßen seien ebenfalls betroffen.

In dem am meisten betroffenen Bundesstaat La Guaira an der Karibikküste seien auch fast alle örtlichen Regierungsvertreter ums Leben gekommen. «Die Lage ist dramatisch», sagte die Präsidentin. Zugleich wies sie Kritik zurück, staatliche Stellen hätten bei der Katastrophenhilfe versagt. Tausende Militärs und zivile Helfer hätten sich an den Rettungsarbeiten beteiligt. 

Vielmehr seien absichtlich Falschinformationen gestreut worden, um zusätzlich Chaos zu säen, etwa mit fingierten Tsunami-Warnungen. Die Urheber dieser Falschmeldungen seien bereits identifiziert worden, sagte Rodríguez, ohne Details zu nennen. 

Seit dem Doppelbeben der Stärken 7,2 und 7,5 gab es nach offiziellen Angaben 862 Nachbeben. Deren Häufigkeit und Stärke nehme zwar ab, die Gefahr eines weiteren starken Bebens sei jedoch nicht vollständig gebannt.

de | unterhaltung | 69679319 |

Weitere Meldungen

Zahl der Toten nach Erdbeben in Venezuela steigt auf 2.595. Zu befürchten ist daher, dass die Opferzahl weiter steigt. Es werden noch Tausende Menschen vermisst. (Unterhaltung, 03.07.2026 - 12:37) weiterlesen...

Venezuela plant Millionen-Fonds für den Wiederaufbau. Die Beben vom 24. Juni haben nicht nur Tausende Menschen das Leben gekostet, sondern auch die Infrastruktur des Landes schwer in Mitleidenschaft gezogen. Für den Wiederaufbau braucht es viel Geld. Venezuela plant Millionen-Fonds für den Wiederaufbau (Unterhaltung, 03.07.2026 - 09:17) weiterlesen...

Über eine Woche unter Trümmern - Rettung in Venezuela. Einsatzkräfte versuchen seit Tagen ihn zu befreien - dann gelingt das scheinbar Unmögliche. Über eine Woche liegt ein Mann unter den Trümmern eines Einkaufszentrums. (Unterhaltung, 02.07.2026 - 19:00) weiterlesen...

Erdbeben in Venezuela: Zahl der Toten steigt auf 2.295. Angesichts der prekären Lage warnt die Panamerikanische Gesundheitsorganisation vor drohenden Krankheitsausbrüchen. Eine Woche nach den schweren Erdbeben in Venezuela steigt die Opferzahl weiter. (Unterhaltung, 01.07.2026 - 20:55) weiterlesen...

Mehr als 1.900 Tote in Venezuela - Kleinkind gerettet. Bei Angehörigen wachsen Verzweiflung und Wut. Ein Kind wird nach sechs Tagen lebend aus Trümmern geborgen – doch die Hoffnung für weitere Rettungen schwindet. (Unterhaltung, 30.06.2026 - 21:58) weiterlesen...

Erdbebentote in Venezuela mehr als 1.900 - 10.000 vermisst. Die Hoffnung schwindet – und das Land kämpft ohnehin mit Krisen und politischem Umbruch. In La Guaira fehlt von 10.000 Menschen jede Spur, Gebäude sind zerstört. (Unterhaltung, 30.06.2026 - 20:19) weiterlesen...