Frankreich, Großbritannien

Europa unter Hitzeglocke – Sieben Tote in Frankreich

26.05.2026 - 14:20:39 | dpa.de

Die frühe Hitzewelle sorgt in Teilen Europas weiter für Probleme. Während mancherorts Rekorde gebrochen werden, werden die Temperaturen an anderen Orten bereits lebensgefährlich.

  • Nach Angaben des DWD liegt West- und Mitteleuropa derzeit unter einer Art Hitzeglocke. (Symbolbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa
    Nach Angaben des DWD liegt West- und Mitteleuropa derzeit unter einer Art Hitzeglocke. (Symbolbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa
  • In Frankreich gibt es sieben Todesfälle. - Foto: Michel Euler/AP/dpa
    In Frankreich gibt es sieben Todesfälle. - Foto: Michel Euler/AP/dpa
  • Auch Großbritannien erlebt eine historische Hitzewelle.  - Foto: James Manning/PA Wire/dpa
    Auch Großbritannien erlebt eine historische Hitzewelle. - Foto: James Manning/PA Wire/dpa
  • Die Hitzeperiode in Deutschland hat laut DWD ihren Höhepunkt erreicht. - Foto: Peter Kneffel/dpa
    Die Hitzeperiode in Deutschland hat laut DWD ihren Höhepunkt erreicht. - Foto: Peter Kneffel/dpa
Nach Angaben des DWD liegt West- und Mitteleuropa derzeit unter einer Art Hitzeglocke. (Symbolbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa In Frankreich gibt es sieben Todesfälle. - Foto: Michel Euler/AP/dpa Auch Großbritannien erlebt eine historische Hitzewelle.  - Foto: James Manning/PA Wire/dpa Die Hitzeperiode in Deutschland hat laut DWD ihren Höhepunkt erreicht. - Foto: Peter Kneffel/dpa

Die frühe Hitzewelle in Teilen Europas sorgt für Rekordtemperaturen, Warnungen und erste Todesfälle. In Frankreich kamen im Zusammenhang mit der anhaltenden Hitze bereits sieben Menschen ums Leben. Es gebe sieben Todesfälle, die «direkt oder indirekt mit der Hitze zusammenhängen», darunter «mindestens fünf Fälle von Ertrinken», sagte Regierungssprecherin Maud Bregeon im Fernsehsender TF1. Zwei weitere Menschen starben bei Sportveranstaltungen in Paris und im Großraum Lyon. Die Regierung rief zu großer Vorsicht auf.

In acht Departements im Westen des Landes galt die Warnstufe Orange. Der Wetterdienst Météo France erwartete Höchsttemperaturen von bis zu 36 Grad. Bereits am Montag waren dort nach Behördenangaben für einen Maitag die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen worden.

Hitzewelle auch in Großbritannien

Auch Großbritannien erlebt eine historische Hitzewelle. In der Nacht zu Dienstag fiel die Temperatur im Londoner Vorort Kenley nicht unter 21,3 Grad Celsius – damit war es nachts so warm wie noch nie im Mai seit Beginn der Aufzeichnungen. Am Montag waren tagsüber in mehreren Orten Rekordwerte von mehr als 30 Grad gemessen, im Südwesten Londons sogar 34,8 Grad. Für Teile Südenglands und Wales sagte der Wetterdienst Met Office weitere Höchstwerte bis 35 Grad voraus. Am Nachmittag steigt die Gewittergefahr. Der vorherige Rekord für den Mai mit 32,8 Grad Celsius war in den Jahren 1922 und 1944 gemessen worden.

Für die Briten kamen die hohen Temperaturen zum guten Zeitpunkt: Tausende Menschen nutzten das lange Wochenende zum sogenannten «Spring bank holiday» für Ausflüge. 

Heiß, aber nicht ungewöhnlich in Spanien

Für Spanien werden für den späteren Nachmittag Temperaturen weit über 30 Grad erwartet. Das betrifft vor allem Städte in der Extremadura wie Badajoz (36 Grad) und in Andalusien wie Sevilla und Córdoba (35 Grad). Auch im Großraum Madrid, in Saragossa und im Baskenland kann das Thermometer auf Werte um die 35 Grad steigen. Für Mallorca werden 28 Grad genannt. Das ist zwar schon recht heiß, aber für Ende Mai in Spanien nicht extrem ungewöhnlich.

Höhepunkt der Hitzewelle in Deutschland erreicht

Während in London bereits Rekordwerte für diese Jahreszeit gemessen wurden, dürfte der deutsche Temperaturrekord für Mai von 36,6 Grad aus dem Jahr 1922 laut Deutschem Wetterdienst (DWD) nicht erreicht werden. Die Hitzeperiode in Deutschland habe ihren Höhepunkt erreicht, teilte der DWD in Offenbach mit. Bis Ende der Woche sind vor allem im Süden noch Temperaturen um 33 Grad möglich. Im Norden und Osten sorgt eine Kaltfront aus Skandinavien dagegen für etwas Abkühlung, örtlich könne es dort nachts sogar Bodenfrost geben. Ab Freitag steigt zudem die Gewittergefahr.

Nach Angaben des DWD liegt West- und Mitteleuropa derzeit unter einer Art Hitzeglocke, bei der die Sonne die Luft durch einen weitgehend wolkenfreien Himmel immer weiter aufheizt. Zudem sei heiße und trockene Luft unterwegs, die mit Saharastaub aus Nordafrika angereichert sei. Dies erkläre die derzeit ungewöhnlich hohen Temperaturen, teilte der DWD mit.

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