USA, Leute

Combs bittet Richter vor Strafmaß um «zweite Chance»

03.10.2025 - 14:26:17

Im Juli wurde Sean Combs wegen Sexualstraftaten verurteilt. Kurz vor dem Strafmaß schreibt der US-Rapper jetzt einen emotionalen Brief an den Richter.

Kurz vor der Verkündung des Strafmaßes gegen Sean Combs hat der US-Rapper den zuständigen Richter in einem emotionalen Brief um eine «zweite Chance» gebeten. «Ich habe viele Fehler in meinem Leben gemacht, aber ich renne nicht mehr vor ihnen davon», schrieb Combs in dem vierseitigen Dokument an Richter Arun Subramanian. «Das Leid, das ich verursacht habe, tut mir so leid.» Seine Ex-Freundin Cassie Ventura, die er geliebt habe, zu schlagen, sei «komplett falsch» gewesen.

Er habe sich aus Egoismus in «Drogen und Exzess» verloren, schreibt Combs weiter. Nach rund einem Jahr im Gefängnis sei er nun «gedemütigt und gebrochen». «Mein altes Ich ist im Gefängnis gestorben und eine neue Version von mir wurde geboren.» Die vergangenen zwei Jahre seien die «härtesten» seines Lebens gewesen - «und ich kann niemanden für die derzeitige Realität und Situation beschuldigen als mich selbst». Nun bitte er den Richter, aus ihm ein «Beispiel zu machen von einer Person, der eine zweite Chance gewährt werden kann».

Strafmaß soll noch heute verkündet werden

Das Strafmaß in dem Verfahren soll heute verkündet werden. Während die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von elf Jahren und drei Monaten anvisiert, fordert die Verteidigung des Rappers eine Höchststrafe von 14 Monaten. Diese hätte Combs, der seit rund einem Jahr in einem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn einsitzt, bereits größtenteils verbüßt. 

In dem aufsehenerregenden Prozess hatten Geschworene den Musiker Anfang Juli teilweise schuldig gesprochen. Sie befanden Combs nur im Zusammenhang mit Prostitution schuldig – dem am wenigsten schwerwiegenden Anklagepunkt. Zu den Anklagepunkten der Verschwörung zur organisierten Kriminalität und des Menschenhandels entschieden die Geschworenen auf unschuldig. Wäre der Rapper in allen Punkten für schuldig befunden worden, hätte ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe gedroht.

@ dpa.de

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