Deutschland, Unwetter

Schnee und Eis plagen Autofahrer und Bahn

26.01.2026 - 13:54:51

Glatte Straßen, Zugausfälle, gestoppte Trams: Schnee und Eis sorgen bundesweit für Verkehrsprobleme. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor weiterem gefrierenden Regen.

  • Nichts geht mehr bei der Straßenbahn in Berlin. - Foto: Saskia Fischer/-/dpa

    Saskia Fischer/-/dpa

  • Im Bahnhof in Halle an der Saale sind die Lokomotiven mit Schnee bedeckt. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

    Hendrik Schmidt/dpa

  • Nürnberg im Schnee. - Foto: Daniel Karmann/dpa

    Daniel Karmann/dpa

  • In Bayern genießen Spaziergänger das Winterwetter. - Foto: Daniel Löb/dpa

    Daniel Löb/dpa

  • Bei Vlotho in NRW: Lastwagen schafften eine Steigung nicht, es hat sich ein Stau gebildet. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

    Christoph Reichwein/dpa

  • Der Winterdienst rückt an, hier im Kreis Herford (NRW). - Foto: Christoph Reichwein/dpa

    Christoph Reichwein/dpa

  • Schneeschaufeln an vielen Orten, hier in Ebstorf in Niedersachen. - Foto: Philipp Schulze/dpa

    Philipp Schulze/dpa

  • Vorsichtiges Fahren empfohlen. Mancherorts war es sehr glatt am Morgen. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

    Christoph Reichwein/dpa

Nichts geht mehr bei der Straßenbahn in Berlin. - Foto: Saskia Fischer/-/dpaIm Bahnhof in Halle an der Saale sind die Lokomotiven mit Schnee bedeckt. - Foto: Hendrik Schmidt/dpaNürnberg im Schnee. - Foto: Daniel Karmann/dpaIn Bayern genießen Spaziergänger das Winterwetter. - Foto: Daniel Löb/dpaBei Vlotho in NRW: Lastwagen schafften eine Steigung nicht, es hat sich ein Stau gebildet. - Foto: Christoph Reichwein/dpaDer Winterdienst rückt an, hier im Kreis Herford (NRW). - Foto: Christoph Reichwein/dpaSchneeschaufeln an vielen Orten, hier in Ebstorf in Niedersachen. - Foto: Philipp Schulze/dpaVorsichtiges Fahren empfohlen. Mancherorts war es sehr glatt am Morgen. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

Ein Tief mit viel Schnee und Eisregen hat viele Autofahrer und Fußgänger am Montag ins Rutschen gebracht. Nach kurzer Wetterberuhigung ist die Glatteisgefahr nicht gebannt: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartet in den nächsten Tagen einen Mix aus Regen und Schnee. Vor allem in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen.

Auf glatten Straßen ereigneten sich in der Nacht zum Montag und am Morgen Hunderte Unfälle. Eine Front mit Niederschlägen überquerte Deutschland von Südwesten nach Nordosten. Bei der Deutschen Bahn war der Nah- und Fernverkehr bundesweit beeinträchtigt.

Winterwetter trifft auch die Bahn hart

So wurde der Fernverkehr zwischen Berlin und Stralsund sowie Berlin und Rostock eingestellt. Verspätungen und Zugausfälle gab es ebenso bei den ICE und Intercitys im Rhein-Main-Gebiet, im Raum Stuttgart, im Raum Ulm sowie auf der Strecke Hamburg-Hannover, wie die Bahn im Internet mitteilte. Eingefrorene Weichen waren zum Beispiel in Niedersachsen ein großes Problem.

Eine Front mit Niederschlägen überquerte Deutschland seit Sonntagabend von Südwesten nach Nordosten. Auf glatten Straßen ereigneten sich in der Nacht und am Morgen Hunderte Unfälle. Meist blieb es bei Blechschäden. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Strecken. In Thüringen zählte die Polizei 97 Verkehrsunfälle innerhalb von acht Stunden.

In Berlin wurde der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen bis auf weiteres eingestellt. Rund 40 Trams steckten im Streckennetz fest. Durch Eisregen seien die Oberleitungen innerhalb kürzester Zeit extrem und flächendeckend eingefroren, sagte eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe BVG. «Das ist eine historische Lage, das hatten wir so noch nie», fügte sie hinzu.

Auch eine U-Bahnlinie in Berlin war auf einem oberirdischen Streckenabschnitt unterbrochen. Ein kurzes Autobahnstück in Berlin wurde wegen Eisglätte gesperrt. Die gestreuten Hauptstraßen in der Stadt waren hingegen problemlos befahrbar.

Auch andernorts war der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt oder wurde vorübergehend eingestellt. Bis zum Mittag wurden alle Unwetterwarnungen des DWD aufgehoben.

Den Südwesten Deutschlands hatte die Schneefront bereits am Sonntagabend erreicht. Dort fielen bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. In Stuttgart wurden am Abend rund 70 Unfälle auf glatten Straßen gezählt, in der Region Ulm mehr als 50. Schwere Unfälle waren nicht dabei.

Bei Weinsberg in Baden-Württemberg blieben in der Nacht auf einer Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen 15 bis 20 Autos und Lastwagen im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Bei Bad Hersfeld in Hessen blockierten Lastwagen Fahrspuren, «weil die Fahrer meinten, bei dem Schnee noch überholen zu müssen», wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Fulda sagte. In mehreren Landkreisen Niedersachsens wurde der Schulunterricht wegen der gefährlichen Anfahrtswege abgesagt.

Auto rutscht in Vorgarten einer Kirche

Bei Nürnberg geriet ein Mann mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und landete im Vorgarten einer Kirche. Der Wagen kam in Happurg von der abschüssigen Straße ab, fuhr auf das Gelände der Kirche und stieß gegen eine Treppe am Gebäude. Rettungskräfte brachten den 34-Jährigen leicht verletzt ins Krankenhaus.

Vorerst keine Seebestattungen

Auch Seebestattungen an der Ostseeküste sind vom Winterwetter betroffen. Aufgrund der Witterung und der Eisbildung könnten bis zum 8. Februar keine Seebestattungen mit dem Fahrgastschiff der Weißen Flotte in Stralsund angeboten werden, teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Auch danach könne es noch zu Einschränkungen und Absagen kommen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Es bleibt winterlich in Deutschland. Im Nordosten führt das zu einem seltenen Naturschauspiel. Das winterliche Wetter hält auch am Mittwoch an. (Unterhaltung, 28.01.2026 - 05:48) weiterlesen...

Experte: Winter trotz des Schnees deutlich zu trocken. Der Winter ist in Deutschland aus Expertensicht problematisch gestartet. Vor allem im Dezember fehlte Niederschlag. Das könnte auch Folgen für den Sommer haben. Viel Schnee, aber trotzdem Trockenheit. (Wissenschaft, 28.01.2026 - 04:00) weiterlesen...

Müritz unter Eis - größter deutscher Binnensee zugefroren. Vor 30 Jahren befuhren sogar Autos den See, dafür reicht es aktuell nicht. Eis so weit das Auge reicht: Deutschlands größter Binnensee - die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern - ist zugefroren. (Unterhaltung, 27.01.2026 - 16:16) weiterlesen...

Mix aus Regen und Schnee sorgt weiter für Glatteisgefahr. Der DWD warnt vor schwierigen Straßenverhältnissen - vor allem im Westen und Südwesten. Nach einem verhältnismäßig ruhigen Winterwettertag bringt ein Sturmtief erneut Schnee und gefrierenden Regen. (Unterhaltung, 27.01.2026 - 14:59) weiterlesen...

Von Hamburg bis Bayern: DWD warnt vor Glätte. Ein Ende ist nicht in Sicht. Schnee und Eis dürften auch am Dienstag den Weg zur Arbeit oder Schule beschwerlich machen. (Unterhaltung, 27.01.2026 - 04:00) weiterlesen...

Eis und Schnee legen Züge lahm – Bahn kämpft mit Störungen. Hunderte Bahn-Mitarbeitende arbeiten daran, Weichen von Schnee und Eis zu befreien – auch spezielle Putzloks sind im Einsatz. Das Wintertief sorgt für Zugausfälle und Verzögerungen. (Unterhaltung, 26.01.2026 - 15:59) weiterlesen...