Israel, Libanon

Deutsche Welle stellt Mitarbeiter nach Interview frei

11.05.2026 - 11:45:55 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Deutsche Welle hat einen weiteren freien Mitarbeiter ihrer arabischen Redaktion wegen möglichen Verstößen gegen den Code of Conduct freigestellt.

Deutsche Welle (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Deutsche Welle (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf den Sender.

Der betroffene Mitarbeiter hatte im September 2025 dem libanesischen Sender Al Mayadeen ein Interview gegeben. Al Mayadeen gilt als proiranisch und Sprachrohr der Terrormiliz Hisbollah. In der TV-Schalte mit dem Sender erklärte der DW-Mitarbeiter, die Bundesrepublik unterstütze Israel auch, um sich den Zugang zu den Finanzmärkten zu erhalten. Viele Akteure, die die Märkte kontrollierten, seien Unterstützer Israels oder der Juden.

Die Deutsche Welle kommentierte die Personalentscheidung nicht konkret. Auf Anfrage der Zeitung teilte der Sender mit: "Zu einzelnen Personalien können wir uns nicht äußern. Antisemitische Verschwörungstheorien widersprechen klar dem Code of Conduct der DW. Bei Verstößen gegen diesen leiten wir entsprechende arbeitsrechtliche Maßnahmen ein." Im April hatte die "Bild" bereits über antisemitische Aussagen zweier DW-Mitarbeiter in den sozialen Medien berichtet. Die Deutsche Welle stoppte daraufhin die Zusammenarbeit.

Der "Welt" sagte der Sender nun, die eigenen Rekrutierungsprozesse weiter verbessern zu wollen. Dabei geht es um die Ausweitung der vor Einstellung stattfindenden Social-Media-Prüfverfahren bei Mitarbeitern. "Aktuell wird geprüft, inwiefern zusätzliche Tools das händische und dadurch sehr zeitaufwändige Social-Media-Screening unterstützen könnte. Auch eine Ausweitung der zu betrachtenden Zeitspanne ist bei Nutzung eines Tools denkbar", sagte eine Sprecherin.

Bislang überprüft die DW sechs Monate rückblickend Social-Media-Konten von Bewerbern. Aber: Es sei niemals ihr Anspruch und mit geltendem Gesetz außerdem unvereinbar, lückenlose Überwachung von Social-Media-Accounts zu betreiben. Stattdessen kommuniziere man aktiv und positiv die Werte der DW bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter.

de | news | 69303907 |

Weitere Meldungen

Libanon und Israel verhandeln weiter - neue Zwischenfälle Ungeachtet eines erneuten Angriffs der israelischen Armee im Südlibanon gehen die Bemühungen um einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. (Boerse, 26.06.2026 - 06:28) weiterlesen...

Libanon und Israel verhandeln weiter - neue Zwischenfälle. Dennoch gehen die Verhandlungen zwischen Israel und dem Nachbarland weiter. Die USA wollen eine Einigung vermitteln. Die Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah bleibt brüchig. (Ausland, 26.06.2026 - 06:02) weiterlesen...

Vertreter aus dem Libanon und Israel verhandeln erneut in USA Im Bemühen um einen dauerhaften Waffenstillstand im Libanon haben sich Vertreter des arabischen Landes erneut mit Repräsentanten Israels in den USA getroffen. (Boerse, 23.06.2026 - 18:32) weiterlesen...

Schwierige Vorzeichen für Treffen über Ende des Iran-Kriegs. Es gilt, das Rahmenabkommen zu einem echten Friedensvertrag zu machen. Der Weg scheint sehr lang. Die Delegationen aus den USA und dem Iran kommen in der Schweiz zu Verhandlungen zusammen. (Ausland, 21.06.2026 - 14:24) weiterlesen...

Libanon-Konflikt droht den Iran-Deal zu kippen. Warum der Konflikt so viel Sprengstoff birgt. Von heute an wollen Teheran und Washington über ein dauerhaftes Ende des Krieges beraten, doch die Lage im Libanon schmälert die Aussicht auf Erfolg. (Ausland, 21.06.2026 - 10:29) weiterlesen...

Gespräche zwischen Iran und USA starten – Vance optimistisch Es geht um Teherans Atomprogramm und ein Ende der Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel: Heute wollen Vertreter der USA und des Irans in der Schweiz Lösungen für diese heiklen Probleme näherkommen. (Ausland, 21.06.2026 - 07:06) weiterlesen...