Deutschland, Gesundheit

Drohender Engpass bei weiteren Antibiotika

24.01.2026 - 15:14:18 | dpa.de

Lieferschwierigkeiten bei Medikamenten kommen öfter vor – meist lassen sie sich direkt ausgleichen. Nun ist es bei bestimmten Präparaten problematischer. Das Ministerium wird aktiv.

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Benzylpenicillin-Benzathin werden knapp. (Symbolbild) - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Arzneimittel mit dem Wirkstoff Benzylpenicillin-Benzathin werden knapp. (Symbolbild) - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Bundesgesundheitsministerium reagiert auf einen drohenden Engpass beim Nachschub bestimmter Antibiotika. Es gab im Bundesanzeiger einen Versorgungsmangel bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Benzylpenicillin-Benzathin bekannt, die mit Spritzen verabreicht werden. Eine solche offizielle Feststellung erlaubt befristet Abweichungen von Zulassungsvorgaben, um ein leichteres Ausweichen auf importierte Produkte zu ermöglichen.

Hintergrund sind aktuelle Informationen, dass die noch vorhandenen Bestände in absehbarer Zeit vollständig aufgebraucht sein werden, wie eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage erläuterte. Mit der Bekanntmachung eines Versorgungsmangels könnten nun etwa Präparate aus dem Ausland eingesetzt werden, die keine deutschen Kennzeichnungen haben. Damit könne auch nach Abverkauf des Restbestandes die Versorgung gewährleistet werden.

Kritische Versorgungslage auch bei anderen Antibiotika

Bei den betroffenen Arzneimitteln handelt es sich laut Ministerium um ein Antibiotikum, das etwa zur Langzeitbehandlung von Streptokokken-Infektionen angewendet wird, um rheumatische Herzentzündungen zu verhindern.

Eine kritischere Liefersituation gibt es bereits bei den Antibiotika-Wirkstoffen Cefuroxim, Clindamycin, Cotrimoxazol und Erythromycin. Das Ministerium hatte dazu ebenfalls einen Versorgungsmangel festgestellt. Solche Fälle sind generell selten. Seit 2015 kam dies nach amtlichen Angaben weniger als 20-mal vor.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68515556 |

Weitere Meldungen

Experten: Höheres Unfallrisiko an Vatertag durch Alkohol. Der Verkehrssicherheitsrat warnt eindringlich. Bereits in der Nacht zu Christi Himmelfahrt stoppt die Polizei erste Autofahrer mit Alkohol. (Unterhaltung, 14.05.2026 - 09:30) weiterlesen...

TÜV-Bericht: Jedes achte Röntgengerät weist Mängel auf. Experten testen ihre Sicherheit umfassend - und stoßen mitunter auf gravierende Mängel. Röntgengeräte sind eine wichtige Komponente der Medizin, können aber auch Risiken für Patienten bergen. (Wissenschaft, 13.05.2026 - 12:40) weiterlesen...

DIW: Mehr Fehltage nicht allein wegen E-Krankschreibung. Das hat nach einer Studie aber nur bedingt miteinander zu tun. Seit 2022 gibt es die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch, und seit 2022 gibt es deutlich mehr Fehltage. (Wirtschaft, 13.05.2026 - 09:00) weiterlesen...

Bundesinstitut warnt vor Risiken bei Drip-Spa-Infusionen. Doch Experten sehen gesundheitliche Gefahren für Nutzer. Hochdosierte Vitamin-Infusionen versprechen Wellness, Langlebigkeit und Leistungssteigerung. (Wissenschaft, 13.05.2026 - 04:30) weiterlesen...

Warken verteidigt Sparpläne: «Zumutung, aber notwendig». Die Ministerin stellt sich dem Unmut beim Ärztetag - größere Zugeständnisse signalisiert sie nicht. Geplante Milliarden-Einsparungen bei den Gesundheitsausgaben empören Praxen und Kliniken. (Politik, 12.05.2026 - 14:50) weiterlesen...

WHO: Hantavirus-Geschehen unter kontrollierter Beobachtung. Der WHO-Chef zieht eine erste Bilanz. Gut einen Monat nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hält sich die Zahl nachweislich Infizierter weiter in engen Grenzen. (Unterhaltung, 12.05.2026 - 13:40) weiterlesen...