Deutschland, Klima

Schneider: Bei Energiewende «schneller und besser werden»

21.04.2026 - 11:43:14 | dpa.de

In Berlin beginnt eine internationale Klimakonferenz mit mehr als 30 Staaten. Der Bundesumweltminister erinnert als Gastgeber an die drängenden Themen. Auch der UN-Generalsekretär mahnt.

  • Umweltminister Carsten Schneider hat den Petersberger Klimadialog eröffnet. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Umweltminister Carsten Schneider hat den Petersberger Klimadialog eröffnet. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • Der türkische Umweltminister Murat Kurum bereitet die nächste Weltklimakonferenz vor. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Der türkische Umweltminister Murat Kurum bereitet die nächste Weltklimakonferenz vor. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
Umweltminister Carsten Schneider hat den Petersberger Klimadialog eröffnet. - Bild: Kay Nietfeld/dpa Der türkische Umweltminister Murat Kurum bereitet die nächste Weltklimakonferenz vor. - Bild: Kay Nietfeld/dpa

Mit einem Appell für eine schnelle globale Energiewende hat Bundesumweltminister Carsten Schneider den Petersberger Klimadialog in Berlin eröffnet. «Es ist klar, dass diese Krise eine Krise der fossilen Energien ist», sagte der SPD-Politiker bei der internationalen Konferenz in Berlin. Die Abhängigkeit von fossiler Energie wie Öl, Gas oder Kohle sei ein nicht zu kalkulierendes Risiko, das gelte auch für Deutschland. «Erneuerbare Energiequellen sind dagegen Sicherheitsenergien», sagte Schneider. 

Zugleich seien die Erneuerbaren der größte Hebel im Kampf gegen den Klimawandel, betonte Schneider. Die Energiewende sei weit fortgeschritten und nicht zu stoppen. «Aber wir müssen schneller und besser werden, denn unser Planet heizt sich immer weiter auf», sagte der Minister als Gastgeber der Konferenz.

«Menschen wollen Fortschritte»

Der Druck gegen Klimapolitik sei überall spürbar, manchmal werde sie von anderen Krisen in den Schatten gestellt. «Gleichzeitig wollen die Menschen, dass wir Fortschritte beim Klimaschutz machen.» In Deutschland hätten in einer Umfrage kürzlich 70 Prozent der Menschen gesagt, es sei richtig, bis 2045 klimaneutral zu werden. «Nur weil die Gegner oft lauter sind, heißt es nicht, dass sie die Mehrheit sind», sagte Schneider. 

UN-Generalsekretär António Guterres wandte sich in einer kurzen Videobotschaft an die Teilnehmer des Klimadialogs und ermahnte sie, bei der Reduzierung der Treibhausgase und bei der Finanzierung des internationalen Klimaschutzes nicht nachzulassen. Er fügte hinzu: «Wir können die Fehler der Vergangenheit wiederholen, oder wir können eine Revolution der Erneuerbaren von der Kette lassen. Lassen Sie uns die richtige Wahl treffen, für die Stabilität des Klimas, für Energiesicherheit, für eine lebenswerte Zukunft.»

Minister erinnert an Pflichten

Bei der Eröffnungsveranstaltung der zweitägigen Konferenz sprachen auch der Umweltminister der Türkei, Murat Kurum, und sein australischer Kollege Chris Bowen. Beide bereiten zusammen die nächste Weltklimakonferenz im türkischen Antalya im November vor. 

Kurum sagte die multilaterale Zusammenarbeit sei geschwächt, aber nicht vorbei. Die türkische Präsidentschaft werde die nächste UN-Konferenz, genannt COP31, verantwortungsvoll leiten. Er appellierte an alle Länder, die fälligen Meldungen für ihre nationalen Klimaziele einzureichen - 43 Staaten fehlten noch. Zugleich müssten die Geldgeber ihre Finanzierungszusagen für den globalen Klimaschutz einhalten und die Finanztöpfe auffüllen.

Der Petersberger Klimadialog wird seit 2010 von Deutschland veranstaltet und ergänzt die UN-Klimakonferenzen. Er fand zuerst auf dem Petersberg bei Bonn statt, inzwischen aber regelmäßig in Berlin. Erwartet werden dieses Jahr rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch aus der Wirtschaft.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69228365 |

Weitere Meldungen

Hitze-Check: Schwitzen in Offenburg, Schatten in Kiel. Doch die Zahl der Bäume sinkt vielerorts. Vor allem eine Stadt im Südwesten hat nach Ansicht der Umwelthilfe großen Nachholbedarf. In grünen Oasen lässt sich Hitze besser ertragen als in Betonwüsten. (Politik, 09.06.2026 - 11:15) weiterlesen...

Treibt Trump die Energiewende voran?. Für Klimaschützer birgt das auch eine Chance: Die Kostenexplosion könnte den Übergang zu den Erneuerbaren beschleunigen. Die Energiepreise sind durch den Iran-Krieg in die Höhe geschossen. (Politik, 08.06.2026 - 13:59) weiterlesen...

UN-Klimachef sieht Welt im «Würgegriff» fossiler Brennstoffe Weltweit steigen durch den Iran-Krieg die Benzinpreise - für den UN-Klimachef sind die Lehren daraus überdeutlich. (Politik, 08.06.2026 - 12:21) weiterlesen...

Greenpeace bringt Tempo-100-Schilder an Autobahnen an. Die Organisation sieht darin eine Antwort auf die aktuelle Treibstoffkrise. Mit einer Aktion an Verkehrsschildern setzt Greenpeace ein Signal für ein Tempolimit auf Autobahnen. (Wirtschaft, 08.06.2026 - 08:47) weiterlesen...

Aida feiert 30 Jahre - wie lange hält die Sause an?. Die Passagierzahlen steigen und steigen. Gleichzeitig setzen neue Auflagen die Branche unter Druck. Die Kreuzfahrt ist ein Massengeschäft geworden, auch dank der Rostocker Reederei Aida Cruises. (Wirtschaft, 07.06.2026 - 05:00) weiterlesen...

Nosferatu-Spinne wohl inzwischen bundesweit verbreitet. Dies galt als das letzte noch nicht besiedelte Bundesland. Die ursprünglich aus dem Mittelmeer stammende Spinne wurde zuletzt vermehrt in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet. (Wissenschaft, 06.06.2026 - 04:30) weiterlesen...