WM, USA

Das war die WM-Nacht: England und Argentinien im Halbfinale

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 05:51 Uhr, dpa.de

England und Argentinien treffen im Traum-Halbfinale der WM aufeinander. Der Weg dorthin ist für beide jedoch reichlich holprig.

  • Jude Bellingham (l) und Harry Kane jubeln über den Halbfinaleinzug. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa
    Jude Bellingham (l) und Harry Kane jubeln über den Halbfinaleinzug. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa
  • Da oben war das Problem: Norwegens Sportkoordinator Brede Hangeland (l) beschwert sich bei den Schiedsrichtern.   - Bild: Nick Potts/PA Wire/dpa
    Da oben war das Problem: Norwegens Sportkoordinator Brede Hangeland (l) beschwert sich bei den Schiedsrichtern. - Bild: Nick Potts/PA Wire/dpa
  • Argentinien um Lionel Messi freut sich über den Treffer zum 1:0. - Bild: Tom Weller/dpa
    Argentinien um Lionel Messi freut sich über den Treffer zum 1:0. - Bild: Tom Weller/dpa
  • Thomas Tuchel war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa
    Thomas Tuchel war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa
Jude Bellingham (l) und Harry Kane jubeln über den Halbfinaleinzug. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa Da oben war das Problem: Norwegens Sportkoordinator Brede Hangeland (l) beschwert sich bei den Schiedsrichtern.   - Bild: Nick Potts/PA Wire/dpa Argentinien um Lionel Messi freut sich über den Treffer zum 1:0. - Bild: Tom Weller/dpa Thomas Tuchel war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams. - Bild: Martin Rickett/PA Wire/dpa

England und Argentinien haben das Halbfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Das englische Team von Trainer Thomas Tuchel bezwang Norwegen dank eines Doppelpacks von Jude Bellingham mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung.

Anschließend setzten sich Titelverteidiger Argentinien und Superstar Lionel Messi mit 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung in Überzahl gegen die Schweiz durch. Beide Teams treffen nun am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ) in Atlanta aufeinander. Das waren die Höhepunkte der WM-Nacht:

Kein Messi-Geniestreich: Argentinien muss lange zittern

Messis grandiose Tor-Serie ist beendet - aber der Titel-Traum lebt: Argentinien durfte auch ohne einen weiteren Geniestreich seines Superstars jubeln. Der Titelverteidiger setzte sich in Kansas City gegen die Schweiz durch, obwohl Kapitän Messi nach neun WM-Spielen in Serie mit mindestens einem eigenen Treffer erstmals wieder ohne Tor blieb.

Für die Entscheidung sorgten Julian Alvarez mit einem Traumtor in der 112. Minute und Lautaro Martínez (120.+1). Der 39-jährige Messi hatte im Football-Tempel der Kansas City Chiefs das 1:0 durch Alexis Mac Allister (10.) per Eckball vorbereitet. Dan Ndoye erzielte vor 69.045 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich (67.).

In der 72. Minute sah Breel Embolo nach einer Schwalbe und einem VAR-Einsatz die Gelb-Rote Karte. Die Verwarnung für Argentiniens Leandro Paredes wurde zurückgenommen und der Schweizer vom Platz gestellt.

Tuchel trotz Weiterkommen unzufrieden: «Hatten heute Glück»

Dank Bellingham darf England weiter auf den zweiten WM-Coup nach 1966 hoffen. Durch die Tore des Ex-Dortmunders (45.+2 Minute/93.) besiegte das Tuchel-Team Norwegen in Miami. Dabei hatten die Skandinavier vor 64.478 Fans durch ein Traumtor von Andreas Schjelderup (36.) sogar geführt.

Tuchel war wenig begeistert vom Auftritt seines Teams. «Wir haben uns das Leben sehr schwer gemacht mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben», sagte der frühere Bundesligacoach über die Spielweise seines Teams. «Schlampig, sehr viele technische Fehler, nicht schnell genug, nicht repetitiv genug. Wir hatten heute Glück.»

War das 1:1 von England regulär?

Beim englischen Sieg sorgte dabei ein Kamerakabel für reichlich Diskussionen. Hatte der Ball vor dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Jude Bellingham etwa ein in der Luft gespanntes Kabel berührt und dadurch seine Richtung verändert? Die Norweger beklagten sich, forderten eine Spielunterbrechung und Schiedsrichterball.

Der Fußball-Weltverband verwies auf seine Technik. Die Daten würden nicht belegen, dass der Ball vor dem Treffer des früheren Dortmunders Bellingham (45.+2 Minute) das Kamerakabel berührt hätte, teilte die FIFA noch während des Spiels bei X mit. Der Sensor im Ball, der auch bei der Bewertung möglicher Handspiele helfen soll, habe keinen Ausschlag angezeigt.

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