Parteien, Ernst

Ernst hält Beitritt in Wagenknecht-Partei für realistische Option

14.08.2023 - 11:18:52 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Linken-Politiker Klaus Ernst hält einen Beitritt in eine neue Partei von Sahra Wagenknecht für eine "realistische Option".

Klaus Ernst - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Klaus Ernst - Bild: über dts Nachrichtenagentur

Die Linke sei derzeit auf dem Weg hin zu einer radikalen Ökopartei, die nichts mehr mit ihrem "Gründungskonsens" zu tun habe, sagte er dem Magazin Cicero. Dem Parteivorstand wirft Ernst vor, "einen Teil der Mitglieder aus der Partei drängen" zu wollen: "Jene Mitglieder, denen die Veränderung der Partei hin zu einer ökoradikalen Umweltpartei nicht passt."

In disem Zusammenhang kritisiert er unter anderem den parteiinternen Umgang mit Wagenknecht scharf: Wer behaupte, Wagenknecht sei eine "Nationalistin", habe "politisch irgendwo nicht aufgepasst, was sich gerade abspielt bei uns im Land". Weiter sagte er: "Dass die AfD so stark wird, hängt damit zusammen, dass momentan viele Leute keine Alternative sehen. Also wählen sie die AfD." Eine neue linke Kraft sieht Ernst als zentrales Gegenmittel zum Umfragehoch der AfD: Eine solche Partei brauche unter anderem eine "ganz klare friedenspolitische Ausrichtung, keine Waffenexporte in Krisengebiete, eine Außenpolitik des Miteinanders und nicht der Verschärfung von Konflikten". Überdies sei eine Sozialpolitik nötig, "die wieder die Frage der Spaltung der Gesellschaft aufgreift, der Löhne, der unzureichenden Renten, die Frage der Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt stellt". Laut Ernst müssten die Aussagen Wagenknechts in den vergangenen zwei Jahren die "Programmpunkte" sein. Ernst selbst kann sich gut vorstellen, die Linke zu verlassen und sich einer möglichen Wagenknecht-Partei anzuschließen: "Wenn sich Sahra Wagenknecht dazu entscheidet, eine solche Partei ins Leben zu rufen - sie sagt ja, sie will das bis Ende des Jahres machen - wäre es für mich durchaus eine realistische Option, mitzumachen."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | politik | 63902194 |

Weitere Meldungen

Amthor sieht in Ablehnung der AfD keine Stigmatisierung Der CDU-Politiker Philipp Amthor hat sich klar gegen eine Zusammenarbeit seiner Partei mit der AfD gewandt."Wer sich nicht hinreichend vom Rechtsextremismus abgrenzt, kann auch nicht besser behandelt werden als die Rechtsextremisten selbst", sagte Amthor in einem Streitgespräch, das die FAZ mit ihm und dem Politikwissenschaftler Christian Stecker geführt hat. (Politik, 17.06.2026 - 10:00) weiterlesen...

Umfrage: 75 Prozent halten Reiche für Fehlbesetzung Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) steht seit Monaten für ihre Politik und ihren Führungsstil in der Kritik. (Politik, 16.06.2026 - 00:01) weiterlesen...

CDU-Fraktionschef Heuer weist Vorwurf der AfD-Nähe zurück Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Guido Heuer, hat den Vorwurf der Kumpanei mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund entschieden zurückgewiesen.Foto- und Videoaufnahmen von einem Wahlforum hätten einen "komplett falschen Eindruck" vermittelt, sagte der Abgeordnete dem "Stern". (Politik, 15.06.2026 - 16:01) weiterlesen...

Bericht: Neue Mailadressen für Mitarbeiter des Auswärtigen Amts Fast alle der rund 3.000 Mitarbeiter des Auswärtigen Amts sollen eine neue E-Mail-Adresse erhalten. (Politik, 12.06.2026 - 16:39) weiterlesen...

Klöckner ermahnt Bundesregierung wegen verspäteter Antworten Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die Bundesregierung scharf ermahnt, Anfragen von Abgeordneten pünktlich zu beantworten.In einem Brief an Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU), über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, schreibt Klöckner, der Deutsche Bundestag erwarte, dass die Bundesregierung parlamentarische Fragen innerhalb der geltenden Fristen beantworte. (Politik, 11.06.2026 - 12:25) weiterlesen...

Linke kritisiert Merz nach Treffen mit Sozialpartnern Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat nach dem Treffen der Koalitionsspitzen mit Sozialpartnern scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geübt.Es sei sehr bezeichnend, mit wie viel Wirbel es begleitet werde, dass Merz sich überhaupt einmal mit einigen Gewerkschaftsvorsitzenden treffe, die die arbeitende Bevölkerung vertreten, sagte Reichinnek der "Rheinischen Post". (Politik, 11.06.2026 - 10:47) weiterlesen...