Innenministerium bestätigt Förderstopp für Asylberatung
05.06.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de
Wie aus der Antwort des Innenministeriums hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 67.687 Asylsuchende von unabhängigen Asylverfahrensberatungsstellen beraten. Das Aus der staatlichen Hilfen dafür begründet das Ministerium mit den Ergebnissen einer Evaluation.
Die Grünen monierten, dass dieser Bericht nicht veröffentlicht werde, obwohl den Wohlfahrtsverbänden unter Verweis auf die Ergebnisse bereits im März mitgeteilt worden sei, dass bald keine Bundesmittel mehr fließen sollen. Vom Ministerium heißt es in dem Antwortschreiben, der Bericht werde "derzeit finalisiert" und - nach aktuellem Planungsstand - "voraussichtlich" im zweiten Quartal 2026 veröffentlicht.
Die Grünen kritisierten dieses Vorgehen. Ihre Parlamentarische Geschäftsführerin Filiz Polat sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", wer über die Zukunft dieses wichtigen Beratungsangebots entscheiden wolle, müssen die Fakten auf den Tisch legen. "Transparenz ist keine Kür, sondern Voraussetzung für eine glaubwürdige und evidenzbasierte Politik", so Polat.
Die Gelder müssten im derzeit laufenden parlamentarischen Haushaltsverfahren noch abgesichert werden, forderte Polat. "Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil muss jetzt Farbe bekennen", so die Grünen-Politikerin. Wer von einem funktionierenden und rechtsstaatlichen Asylsystem spreche, müsse auch bereit sein, die dafür notwendige unabhängige Beratung dauerhaft zu finanzieren. Lippenbekenntnisse reichten nicht mehr aus.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
