Deutschland, Gesundheit

Ministerin Warken: Arzneiversorgung im Herbst gewährleistet

19.09.2025 - 03:20:37 | dpa.de

Bei Medikamenten kann es auch einmal Lieferschwierigkeiten geben. In der Infektionszeit zum Jahresende eskalierten solche Probleme aber zuletzt. Die Ministerin tritt neuen Befürchtungen entgegen.

Zerstreut Sorgen über die Versorgung mit Medikamenten: Ministerin Warken. - Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa
Zerstreut Sorgen über die Versorgung mit Medikamenten: Ministerin Warken. - Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht nach früheren Problemen bei der Verfügbarkeit von Medikamenten eine stabile Lage in diesem Herbst und Winter. «Ich kann die Sorgen der Menschen verstehen, angesichts der Situation in den vergangenen Jahren», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich kann beruhigen: Die Versorgung mit Arzneimitteln ist gewährleistet.» Im Vergleich zu vergangenen Jahren habe sich die Situation vor allem bei Kinderarzneimitteln verbessert. 

Angesichts akuter Nachschubprobleme bei Präparaten für Kinder hatte noch die Vorgängerregierung 2023 ein Anti-Engpass-Gesetz beschlossen. Es lockerte Preisregeln, um Lieferungen nach Deutschland für Hersteller lohnender zu machen. Als Sicherheitspuffer wurden unter anderem auch Vorräte von mehreren Monatsmengen für viel genutzte Mittel zur Pflicht. 

Mehr Flexibilität für Apotheken bei Alternativen geplant

Warken sagte, mit einer Reform solle Apotheken außerdem mehr Spielraum beim Austausch geeigneter verfügbarer Arzneimittel gegeben werden. Weitere EU-Regelungen würden den Produktionsstandort Europa stärken. «Sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene hat die Arzneimittelversorgung eine sehr große Aufmerksamkeit», sagte die Ministerin. «Sofern erforderlich, können wir auch kurzfristig bei Engpässen mit geeigneten Maßnahmen reagieren.»

de | politik | 68201231 |

Weitere Meldungen

Warken will neue Milliardenlücke bei Krankenkassen schließen. Doch nach neuen Zahlen muss die Ministerin das Sparziel für stabile Beiträge sogar noch anheben. Gegen die geplanten Einschnitte im Gesundheitssystem hagelt es Proteste. (Politik, 11.06.2026 - 16:42) weiterlesen...

Warken plant mehr Einsparungen für stabile Kassenbeiträge. Nach neuen Zahlen muss die Ministerin das Sparziel aber noch anheben. Die schwarz-rote Koalition will die stark steigenden Gesundheitsausgaben unter Kontrolle bringen – dagegen hagelt es Proteste. (Politik, 11.06.2026 - 14:53) weiterlesen...

WHO: Europäer müssen besser vor Hitze geschützt werden. Diese trifft mit zunehmendem Klimawandel immer mehr Menschen – gerade Ältere und Kranke. Der WHO-Regionaldirektor ist in Berlin, um Maßnahmen zum Schutz vor der Hitzebelastung vorzustellen. (Unterhaltung, 11.06.2026 - 00:01) weiterlesen...

Spardruck bei Kassengaben wächst - Weiter Proteste. Dabei droht eine Verschärfung der Finanznöte. Das Sparpaket der Koalition für stabile Krankenkassenbeiträge startet ins Gesetzgebungsverfahren - begleitet von heftigen Widerständen gegen Einschnitte. (Politik, 10.06.2026 - 17:40) weiterlesen...

Spardruck bei Kassenausgaben wächst - Weiter Proteste. Dabei droht eine Verschärfung der Finanznöte. Das Sparpaket der Koalition für stabile Krankenkassenbeiträge startet ins Gesetzgebungsverfahren - begleitet von heftigen Widerständen gegen Einschnitte. (Politik, 10.06.2026 - 15:28) weiterlesen...

Teure Corona-Masken: Kläger pocht auf Zahlung, Bund winkt ab. Ein Textilhändler fordert vor Gericht nun viel Geld. Dabei geht es auch um die Rolle von Jens Spahn. Corona ist Geschichte, aber die finanziellen Folgen sind noch immer nicht ausgestanden. (Wirtschaft, 10.06.2026 - 15:14) weiterlesen...