Studierende, Stress

Studierende im Stress: 83 Prozent fühlen sich überfordert

24.03.2026 - 03:48:31 | boerse-global.de

Eine aktuelle Studie zeigt, dass 83 Prozent der Studierenden durch ihr Studium gestresst sind. Hauptgründe sind Prüfungsdruck, hoher Arbeitsaufwand und finanzielle Unsicherheit.

Studierende im Stress: 83 Prozent fühlen sich überfordert - Foto: über boerse-global.de
Studierende im Stress: 83 Prozent fühlen sich überfordert - Foto: über boerse-global.de

Die psychische Belastung von Studierenden erreicht neue Höchststände. Laut dem aktuellen Mental-Health-Barometer fühlen sich 83 Prozent durch ihr Studium gestresst. Die Hauptgründe: Prüfungsdruck, hoher Arbeitsaufwand und vor allem finanzielle Sorgen. Diese Woche forderte das Deutsche Studierendenwerk (DSW) deshalb erneut eine umfassende BAföG-Reform.

Die finanzielle Schere klafft weit auseinander. Ein WG-Zimmer kostet durchschnittlich 479 Euro Miete, die staatliche Wohnkostenpauschale liegt aber nur bei 360 Euro. Diese Lücke zählt für Experten zu den größten Stressfaktoren. Sie bindet mentale Kapazität, die eigentlich für das Lernen benötigt wird.

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Finanzangst und Weltlage als Belastung

Die Unsicherheit geht weit über den Hörsaal hinaus. Fast die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen leidet unter finanziellem Stress, wie eine Analyse von Swiss Life zeigt. Über 54 Prozent der Studierenden mangelt es zudem am Ausgleich zwischen Studium und Privatleben.

Die globale Lage verschärft das Problem. Rund 56 Prozent der Befragten geben an, dass Weltgeschehnisse ihre mentale Verfassung negativ beeinflussen. Experten sprechen von einem anhaltenden „Krisenmodus“.

Mentale Werkzeuge gegen den Druck

Wie können Studierende gegensteuern? Psychologen setzen auf das Konzept der kognitiven Umbewertung. Dabei lernen Studierende, Herausforderungen nicht als Bedrohung, sondern als bewältigbare Aufgabe zu sehen. Diese innere Haltung kann die Stresswahrnehmung deutlich reduzieren.

Ein Schlüsselfaktor ist die Selbstwirksamkeit – der Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Eine Studie der Universität Gießen belegt: Wer davon überzeugt ist, schwierige Situationen meistern zu können, leidet seltener unter Depressionen oder Prokrastination.

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Soziale Kontakte und strukturierte Selbstbeobachtung

Gegen Stress hilft vor allem eins: Gemeinschaft. Das Fehlen von sozialem Austausch, wie in rein digitalen Lernphasen, verstärkt das Stressempfinden. Lerngruppen und direkte Zusammenarbeit wirken dem entgegen. Sie bieten Motivation und helfen, die eigene Leistung realistisch einzuordnen.

Eine weitere wirksame Strategie ist die strukturierte Selbstbeobachtung. Wer seine Stressauslöser und körperlichen Reaktionen dokumentiert, erkennt individuelle Muster und kann sie gezielt durchbrechen.

Was Hochschulen tun können

Die Verantwortung liegt nicht nur bei den Studierenden. Bildungseinrichtungen gehen zunehmend in die Offensive. Die Medizinische Universität Wien führt etwa verpflichtende Stressmanagement-Seminare für Erstsemester durch. Solche frühen Interventionen senken nachweislich das Burnout-Risiko.

Doch der Zugang zu Hilfe ist oft schwierig. Zwar sinkt das Tabu um psychische Erkrankungen – nur noch 62 Prozent empfinden es als solches. Doch hohe Kosten und lange Wartezeiten bei Beratungsstellen bleiben große Hürden. Experten fordern einen massiven Ausbau des Angebots.

Warten auf die BAföG-Reform

Die größte Hoffnung liegt auf einer politischen Lösung. Die Deabtte um die zweite große BAföG-Reform gewinnt an Fahrt. Das Ziel: eine Anpassung der Bedarfssätze auf das Niveau der Grundsicherung bis zum kommenden Wintersemester. Sollte das gelingen, würde der größte Stressor – die finanzielle Unsicherheit – deutlich entschärft.

Langfristig wird sich zeigen, ob die Kombination aus mentalen Strategien und strukturellen Verbesserungen den Trend umkehren kann. Klar ist: Nachhaltige Stressbewältigung gelingt nur, wenn mentale Gesundheit als integraler Teil des Studienerfolgs verstanden wird.

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