Immobilienpreise, Bevölkerung

Immobilienpreise steigen trotz schrumpfender Bevölkerung

14.02.2026 - 15:00:12 | boerse-global.de

Deutsche Immobilienpreise ziehen 2026 leicht an, getrieben von akutem Neubaumangel. Langfristig droht jedoch ein Paradigmenwechsel durch denografischen Wandel.

Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland ziehen wieder leicht an. Aktuelle Marktdaten zeigen eine überraschende Stabilisierung, obwohl langfristig die Bevölkerungszahl sinkt.

Demografie vs. Wohnungsnot: Wer gewinnt?

Eigentlich müssten die Preise fallen: Deutschland altert und schrumpft. Doch die Realität im Februar 2026 sieht anders aus. Der durchschnittliche Angebotspreis für Häuser liegt bei 3.007 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 1,21 Prozent im Jahresvergleich. Bei Eigentumswohnungen sind es 4.251 Euro, ein Anstieg um 1,03 Prozent.

Verantwortlich ist der dramatische Einbruch am Neubausektor. Statt der angestrebten 400.000 werden 2026 voraussichtlich nur rund 215.000 neue Wohnungen fertig. Hohe Baukosten, Regulierung und Fachkräftemangel bremsen den Markt aus. Die Folge: Ein akuter Mangel stützt die Preise für Bestandsimmobilien.

Studie warnt vor langfristigem Paradigmenwechsel

Während der Mangel kurzfristig hilft, zeichnet eine aktuelle Analyse der Heinze Marktforschung ein düsteres Langfristbild. Der Bevölkerungsrückgang sei keine ferne Prognose mehr, sondern beeinflusse bereits heute Investitionsentscheidungen.

Die Nachfrage verschiebt sich laut Studie fundamental:
* Vom quantitativen Neubau hin zur qualitativen Anpassung des Bestands.
* Barrierefreies Wohnen und altersgerechte Umbauten rücken in den Fokus.
* Der klassische Einfamilienhaus-Neubau auf dem Land verliert an Attraktivität.

Die Botschaft an Bauherren ist klar: Wer heute plant, muss die Zielgruppe von 2040 im Blick haben – eine deutlich ältere und kleinere Bevölkerung.

Die Schere zwischen Stadt und Land öffnet sich weiter

Die demografische Entwicklung trifft nicht alle Regionen gleich. Der Postbank Wohnatlas prognostiziert eine tiefe Zweiteilung des Marktes bis 2035.

In den „Big 7“-Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München und ihren Speckgürteln hält Zuzug die Bevölkerungszahlen stabil. Hier bleibt der Preisdruck hoch.

Anders sieht es in strukturschwachen, ländlichen Regionen aus, besonders in Teilen Ostdeutschlands. Wo die Bevölkerung schrumpft und junge Käufer fehlen, sind Preisrückgänge bereits Realität. Ältere Bestandsbauten mit Sanierungsstau finden kaum noch Abnehmer.

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Wann kippt der Markt endgültig?

Die aktuelle Lage ist fragil. Experten beschreiben sie als Stabilisierung nach der Korrektur. Gestiegene Reallöhne verbessern die Erschwinglichkeit leicht, doch die fundamentale Spannung bleibt.

Die große Unbekannte ist die Zuwanderung. Kann sie den natürlichen Bevölkerungsrückgang langfristig ausgleichen? Viele Institute erwarten den „Tipping Point“ um das Jahr 2030. Dann könnte die Zahl der geerbten Immobilien die der kaufwilligen Erstkäufer übersteigen.

Bis dahin diktiert vor allem der Mangel das Geschehen. Der Traum vom günstigen Eigenheim durch den Bevölkerungsschwund bleibt für Kaufinteressenten 2026 eine Illusion – zumindest überall dort, wo Menschen tatsächlich leben wollen.

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