Immobilienpreise steigen trotz Krise weiter an
13.02.2026 - 04:10:12Deutsche Wohnimmobilien haben sich 2025 weiter verteuert. Neue Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zeigen: Der Trend zu höheren Preisen setzt sich auch 2026 fort. Experten rechnen mit einem weiteren moderaten Anstieg.
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag im Januar bei rund 3.123 Euro. Für Eigentumswohnungen wurden im Schnitt 3.251 Euro verlangt, Häuser kosteten 2.831 Euro. Nach einer Phase der Korrektur scheint sich der Markt stabilisiert zu haben. Käufer haben sich an die höheren Finanzierungskosten gewöhnt.
Wohnungsbau-Krise verschärft die Lage
Ein Haupttreiber bleibt die anhaltende Krise im Wohnungsbau. Das Ziel der Bundesregierung von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wird krachend verfehlt. Prognosen des IW und ifo-Instituts sind düster:
* Für 2025 werden nur etwa 235.000 Fertigstellungen erwartet.
* 2026 könnten es sogar nur noch 215.000 sein.
Die Gründe sind bekannt: gesunkene Baugenehmigungen, hohe Baukosten und gestiegene Zinsen machen Projekte unwirtschaftlich. Die Bauzeit hat sich auf einen Rekordwert von durchschnittlich 26 Monaten verlängert. Bei Mehrfamilienhäusern sind es sogar 34 Monate. Das Angebot hinkt der Nachfrage massiv hinterher.
Metropolen bleiben die teuersten Pflaster
Der Markt zeigt sich regional uneinheitlich. In München, Köln und Frankfurt steigen die Hauspreise weiter. In Düsseldorf und Stuttgart gaben sie dagegen leicht nach. Auch bei Eigentumswohnungen ist das Bild gemischt. Die großen Metropolen und ihre Speckgürtel bleiben die teuersten Regionen.
Die Bauzinsen haben sich bei 3,5 bis 4 Prozent für zehnjährige Darlehen eingependelt. Für 2026 erwarten Experten eine seitwärts laufende Entwicklung. Das gibt Planungssicherheit. Doch die Finanzierungskosten bleiben eine Hürde, besonders für Erstkäufer ohne nennenswertes Eigenkapital.
Energieeffizienz wird zum Preistreiber
Die aktuelle Lage ist paradox: Die Nachfrage übersteigt das Angebot, gleichzeitig schränkt die Leistbarkeit den Käuferkreis ein. Das führt zu einer Spreizung zwischen Angebots- und tatsächlichen Verkaufspreisen.
Ein immer wichtigerer Faktor ist der energetische Zustand. Energieeffiziente Gebäude erzielen deutlich höhere Preise. Sie versprechen niedrigere Betriebskosten und Zukunftssicherheit. Gleichzeitig gewinnen Value-Add-Strategien an Bedeutung – der Kauf sanierungsbedürftiger Objekte zur Aufwertung.
Für Mieter bedeutet die Angebotsknappheit weiter steigende Mieten. Im vierten Quartal 2025 legten sie doppelt so stark zu wie die allgemeine Inflation.
Als Vermieter müssen Sie steigende Mieten rechtssicher begründen, sonst drohen formale Fehler und abgewiesene Erhöhungen. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten für deutsche Städte, rechtssichere Begründungshilfen und praktische Formulierungen für Mieterhöhungen – kompakt zum Download per E‑Mail. Jetzt kostenlosen Mietspiegel-Report sichern
Moderater Anstieg als Prognose für 2026
Die meisten Experten prognostizieren für 2026 einen moderaten, aber stetigen Preisanstieg im Bundesdurchschnitt von etwa drei Prozent. Eine echte Trendwende ist nicht in Sicht. Die Baukosten bleiben auf hohem Niveau stabil.
Politik und Bauwirtschaft stehen unter Druck. Forderungen nach vereinfachten Normen, digitalisierten Genehmigungsverfahren und mehr Bauland werden lauter. Ohne eine signifikante Ausweitung des Angebots rückt der Traum vom Eigenheim für viele in weite Ferne.
@ boerse-global.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


