Grüne, Bundesregierung

Grüne werfen Bundesregierung Planlosigkeit im Sozialen Wohnungsbau vor

24.03.2026 - 06:04:13 | boerse-global.de

Die Grünen-Fraktion kritisiert die Bundesregierung scharf, da diese keine Zahlen zur neuen Wohngemeinnützigkeit vorlegt. Trotz verdreifachter Mittel sinkt die Zahl der Sozialwohnungen weiter.

Grüne werfen Bundesregierung Planlosigkeit im Sozialen Wohnungsbau vor - Foto: über boerse-global.de
Grüne werfen Bundesregierung Planlosigkeit im Sozialen Wohnungsbau vor - Foto: über boerse-global.de

Die Grünen-Fraktion attackiert die Bundesregierung wegen ihrer Strategie für bezahlbare Wohnungen. Anlass ist eine Antwort auf eine Kleine Anfrage, die heute bekannt wurde. Darin räumt die Koalition ein, keine Daten über die neue Wohngemeinnützigkeit zu haben.

Hanna Steinmüller, baupolitische Sprecherin der Grünen, spricht von "Arbeitsverweigerung" und "politischer Ignoranz". Die Regierung prüfe lediglich "verschiedene Möglichkeiten", das Instrument zu stärken. Konkrete Zahlen, wie viele Unternehmen die neue Wohngemeinnützigkeit bereits nutzen, liegen nicht vor.

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"Die Bundesregierung hat weder einen Überblick noch einen klaren Plan", kritisiert Steinmüller. Sie zweifelt sogar daran, ob die Koalition überhaupt noch an dem Vorhaben festhalten will. Dabei wurde die Wohngemeinnützigkeit erst im vergangenen Jahr wieder eingeführt, um mehr sozial gebundene Wohnungen zu schaffen.

Sinkende Sozialwohnungszahlen trotz Milliarden

Die Kritik hat handfeste Gründe. In ihrer Kleinen Anfrage vom 9. März wiesen die Grünen auf ein alarmierendes Missverhältnis hin: Die Bundesmittel für den sozialen Wohnungsbau wurden zwar verdreifacht. Doch die Zahl der geförderten Sozialwohnungen stieg nur um 32 Prozent.

Die absolute Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland sinkt weiter. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass die bisherigen Milliarden nicht die erhoffte Trendwende bringen. Die Grünen wollten von der Regierung wissen, ob sie einen Investitionszuschuss für gemeinnützige Unternehmen plant. Die Antwort liefert keine konkreten Pläne.

Ein Instrument ohne Steuerung?

Die neue Wohngemeinnützigkeit sollte ein Schlüssel gegen die Wohnungskrise werden. Unternehmen, die sich zu dauerhaft günstigen Mieten verpflichten, erhalten Steuervorteile. Doch wie soll das funktionieren, wenn die Regierung nicht einmal weiß, wer das Instrument nutzt?

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Die Debatte trifft einen neuralgischen Punkt. Laut dem Sozialen Wohn-Monitor 2026 fehlen bundesweit rund 1,4 Millionen bezahlbare Wohnungen. Besonders junge Menschen, Ältere und Geringverdiener sind betroffen. Mieterverbände und Gewerkschaften fordern seit langem einen Bund-Länder-Pakt, um Planung und Bau zu beschleunigen.

Koalitionsziel in weiter Ferne

Die Vorwürfe der Grünen sind nicht aus der Luft gegriffen. Die Koalition hat sich im Vertrag das Ziel gesetzt, jährlich 100.000 neue öffentlich geförderte Wohnungen zu schaffen. Dieses Ziel wurde in den vergangenen Jahren deutlich verfehlt. 2023 entstand nur knapp die Hälfte.

Die Herausforderungen sind komplex: Bauland ist knapp, die Baukosten hoch, und die Zuständigkeit liegt seit 2006 bei den Ländern. Eine kohärente Strategie zwischen Bund und Ländern scheint zu fehlen. Während die Regierung nach Lösungen sucht, setzt die Opposition auf andere Konzepte. Die CDU etwa fordert im Februar 2026 einen "neuen Aufschwung" durch weniger Regulierung und mehr Wohneigentum.

Der Druck auf die Ampel-Koalition wächst. Sie muss nicht nur ihre Pläne für die Wohngemeinnützigkeit konkretisieren, sondern auch beweisen, dass ihre Milliardeninvestitionen endlich Wirkung zeigen. Die Frage ist: Kann sie die sinkende Zahl der Sozialwohnungen noch umkehren?

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