Apple, Offensive

Apple plant smarte Offensive fürs Zuhause

20.02.2026 - 02:31:12

Apple erweitert sein Ökosystem um eine visuelle Kommandozentrale für Zuhause, unterstützt von einem neuen Betriebssystem und KI-gesteuerter Präsenzerkennung.

Apple will das Smart Home 2026 mit einem revolutionären Display-HomePod und KI-Sensoren neu definieren. Der Tech-Riese baut sein Ökosystem aus – und greift Amazon und Google direkt an.

Das Herzstück der Strategie ist ein smartes Display, das als visuelle Kommandozentrale für das Zuhause dienen soll. Das Gerät mit etwa 18 Zentimeter (7 Zoll) großem Touchscreen, intern „HomePad“ oder „HomeHub“ genannt, soll auf dem neuen Betriebssystem homeOS laufen. Es wird von einem A18-Chip angetrieben und nutzt Apple Intelligence für datenschutzfreundliche On-Device-Verarbeitung. Damit schließt Apple eine große Lücke: Endlich kann Siri auch visuell antworten, etwa bei Rezepten oder Kalenderkonflikten.

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Apple führt mit homeOS und Apple Intelligence viele neue Begriffe ein – von „HomePad“ über Präsenzerkennung bis hin zu neuen Siri-Funktionen. Wer bei all den Apple‑Begriffen nicht den Überblick verlieren will, findet im kostenlosen iPhone‑Lexikon die 53 wichtigsten Begriffe rund um iPhone, Siri und Apple‑Ökosystem verständlich erklärt. Praktisch, schnell und direkt per E‑Mail. Jetzt kostenloses iPhone‑Lexikon sichern

Sensoren schaffen ein „bewusstes“ Zuhause

Überraschend ist die Entwicklung eines kompakten Indoor-Sensors für die Steckdose. Er erkennt Bewegung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Im Verbund mit dem Display ermöglicht er „Präsenzerkennung“. Das System weiß dann, in welchem Raum sich ein Nutzer befindet. So kann Siri die Antwort über den nächsten Lautsprecher ausgeben oder das Licht automatisch anpassen. Diese „Ambient Computing“-Funktion war bisher teuren Smart-Home-Installationen vorbehalten.

Parallel arbeitet Apple an einem aktualisierten High-End-HomePod. Er soll mit besserer Audioqualität und leistungsfähigerer Hardware die Premium-Säule des Ökosystems bleiben.

Die Roboter-Vision: Siri mit Augenkontakt

Die Roadmap enthält auch eine ambitionierte High-End-Variante mit Roboterarm. Das unter dem Codenamen J595 entwickelte Gerät kann das Display bewegen, um dem Nutzer zu folgen. Bei FaceTime-Gesprächen hält es so Blickkontakt, in der Küche richtet es sich automatisch aus. Diese Roboter-Version unterstreicht die zentrale Rolle der KI.

Die neue Hardware ist für eine grundlegend erneuerte Siri ausgelegt, die auf Large Language Models (LLMs) setzt. Nutzer könnten dann in natürlicher Sprache fragen: „Zeig mir das Video von der Klingel, als das Paket kam“ – ohne Apps bedienen zu müssen.

Kampf um die Vorherrschaft im Wohnzimmer

Apples Fokus auf das Smart Home kommt zur rechten Zeit. Bisher dominierten Amazon und Google mit günstiger Hardware, die als Türöffner für ihre Dienste dient. Apple setzt nun auf Premium, Datenschutz und tiefe Integration im eigenen Ökosystem. Experten sehen darin eine Erweiterung der „Spatial Computing“-Strategie des Vision Pro: Das Zuhause selbst wird zur Computerplattform.

Das smarte Display und der neue HomePod sollen bereits im Frühjahr 2026 auf den Markt kommen. Die Roboter-Version und das Sensornetzwerk könnten später im Jahr oder 2027 folgen. Entscheidend für den Erfolg wird sein, ob homeOS und Apple Intelligence das Display von einem digitalen Bilderrahmen zu einem proaktiven Assistenten machen.

Weitere Details werden likely auf der WWDC im Juni erwartet, wo die Software-Grundlagen – homeOS und die neue Siri-Generation – im Mittelpunkt stehen könnten.

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