Gold, Zentralbanken

Gold: Zentralbanken kaufen 63 Tonnen im September

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 11:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vorläufige Daten zeigen starke Zentralbankkäufe und ETF-Zuflüsse, während Inflation und Zinserwartungen den Goldpreis beeinflussen.
Goldbarren auf einem dunklen Holztisch in einem Tresorraum einer Bank. Illustration mit AI erstellt.

Die Goldkäufe der Zentralbanken haben im September vorläufigen Zahlen zufolge den höchsten Monatswert seit November 2024 erreicht. Das gibt der Nachfrageseite neues Gewicht. Heute erholt sich Gold nach dem Rückgang vom Vortag, gestützt durch einen schwächeren US-Dollar.

Zentralbanken verstärken ihre Käufe

Medienberichten zufolge weisen vorläufige Berechnungen des World Gold Council für September weltweite Zentralbankkäufe von rund 63 Tonnen aus. Die Schätzung beruht auf Zentralbank- und IWF-Daten. Ihr vorläufiger Charakter bleibt wichtig: Sie liefert einen Hinweis auf die Nachfrageentwicklung, ist aber noch keine endgültige Monatsbilanz.

Damit rücken neben den kurzfristigen Zins- und Währungsimpulsen die Käufe offizieller Institutionen in den Blick. Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich: Die Nachfrage kann den Goldmarkt unterstützen, ohne die Belastung durch steigende Zinserwartungen aufzuheben.

China hatte seine offiziellen Goldbestände im September erneut aufgestockt. Der Zuwachs betrug 740.000 Unzen auf 77,47 Millionen Unzen. Es war der 23. Monat mit einem Anstieg in Folge.

Auch Goldfonds ziehen Kapital an

Nicht nur Zentralbanken traten als Käufer auf. Weltweit physisch besicherte Gold-ETFs verzeichneten im September ebenfalls Zuflüsse. Damit kommt die Nachfrage aus unterschiedlichen Käufergruppen und beschränkt sich nicht auf die offiziellen Reserven.

Die Fonds nahmen 67,3 Tonnen Gold im Wert von nahezu 10 Milliarden US-Dollar auf. Zudem wurden Quartalszuflüsse von 31 Milliarden US-Dollar gemeldet, die einen Quartalsrekord markierten.

Diese Kapitalbewegungen ergänzen das Bild der Zentralbankkäufe. Sie belegen Nachfrage nach Goldanlagen, liefern für sich genommen aber keine Gewissheit über die weitere Preisrichtung. Der Rückgang nach den US-Inflationsdaten zeigt, dass geldpolitische Erwartungen kurzfristig weiterhin Gewicht haben.

Inflation begrenzt die Entlastung

Gestern meldeten die USA für September einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,6 % zum Vormonat und um 3,7 % zum Vorjahr. Die Daten belasteten Gold zunächst.

Heute sorgt der schwächere Dollar für Entlastung. Die Erholung steht damit neben den weiterhin bestehenden Zinsrisiken, nicht an deren Stelle.

Der nächste Zinsentscheid der Federal Reserve steht am 27.–28. Oktober an. Bis dahin bilden die stärkeren Goldkäufe einen nachfrageseitigen Gegenpol zur geldpolitischen Unsicherheit. Entscheidend bleibt die Trennung beider Signale: Robuste Käufe sind belegt, eine Zinserhöhung ist bislang eine Möglichkeit.

Anzeige

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 15. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | XC0009655157 | GOLD | boerse | 70328461 |