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Studie: Deutsche bewegen sich zu wenig

14.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Studien zeigen alarmierende Inaktivität in Deutschland. Die Bundesregierung überarbeitet bis 2027 die nationalen Bewegungsempfehlungen und setzt neue Schwerpunkte auf Arbeitswelt und Bildung.

Studie: Deutsche bewegen sich zu wenig - Foto: über boerse-global.de
Studie: Deutsche bewegen sich zu wenig - Foto: über boerse-global.de

Acht von zehn Jugendlichen und jeder dritte Erwachsene in Deutschland verfehlen die Bewegungsempfehlungen der WHO. Das zeigt eine aktuelle Studie im Fachjournal „Nature Health“. Die Deutschen sitzen im Schnitt über zehn Stunden am Tag – ein Rekordwert.

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Alarmierende Daten: Sitzende Gesellschaft wird teuer

Die Folgen der Inaktivität sind massiv. Eine Auswertung der NAKO-Gesundheitsstudie durch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf belegt: Bewegungsmangel treibt die Gesundheitskosten in die Höhe. Experten warnen vor einer Zunahme chronischer Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden.

Doch warum bewegen wir uns so wenig? Der Berufsalltag ist für viele die größte Quelle der Inaktivität. In einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt fehlt schlicht die Notwendigkeit, aufzustehen.

Bundesregierung überarbeitet Bewegungs-Empfehlungen

Als Reaktion auf den Trend arbeitet das Bundesgesundheitsministerium an einem Update. Die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ (NEBB) werden bis 2027 komplett überarbeitet.

Ein Schwerpunkt liegt diesmal auf der Arbeitswelt. Konzepte für mehr Bewegung im Job sollen entwickelt werden. Erstmals gibt es auch spezifische Empfehlungen für Hochbetagte, Menschen mit Behinderungen und Schwangere.

Hochschulen starten Bewegungsoffensive

Bewegungsförderung beginnt im Bildungssektor. Anfang März startete an 40 Standorten die neue Phase des Programms „Bewegt studieren!“. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband und die Techniker Krankenkasse treiben die Initiative voran.

Ziel ist es, Bewegung systematisch in den Unialltag zu integrieren – durch Angebote auf dem Campus oder aktive Pausen in Vorlesungen. Die Projekte laufen vier Jahre und sollen nachhaltige Strukturen schaffen.

Experten fordern Präventionswende

Anlässlich des 40. Jubiläums der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung mehren sich Forderungen nach einer Kehrtwende. Gesundheitsexperten kritisieren: Deutschland agiert im internationalen Vergleich zu zögerlich.

Sie fordern, Prävention als staatliche Verpflichtung in allen Politikbereichen zu verankern. Dazu gehören der Ausbau von Radwegen, sicheren Fußgängerstrecken und leicht zugänglichen Grünflächen. Nur so lasse sich das Verhalten der Bevölkerung nachhaltig ändern.

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Paradigmenwechsel: Bewegung muss in den Alltag

Die Strategie hat sich gewandelt. Statt auf individuellen Freizeitsport setzen die Akteure nun auf die Integration von Bewegung in den unvermeidbaren Alltag. Analysten halten das für dringend notwendig, denn reine Aufklärungskampagnen der letzten zwanzig Jahre zeigten kaum Wirkung.

Eine große Hürde bleibt die föderale Struktur Deutschlands. Die Zersplitterung erschwert die flächendeckende Umsetzung erfolgreicher Modellprojekte. Internationale Vergleiche zeigen: Länder mit zentral gesteuerten, ressortübergreifenden Strategien schneiden besser ab.

Kann Deutschland die Trendwende schaffen? Der Erfolg der neuen Initiativen wird sich erst mittelfristig zeigen. Mit den aktualisierten Nationalen Empfehlungen 2027 entsteht immerhin eine wichtige Grundlage für künftige Programme von Kommunen, Arbeitgebern und Krankenkassen.

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