Russland will mit Ukraine in Genf über Gebietsfragen reden
16.02.2026 - 15:21:28 | dpa.de"Hier wird schon die Anwesenheit des Chefunterhändlers, also Medinski, notwendig sein", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Medien zufolge.
Kremlchef Wladimir Putin hatte den früheren Kulturminister Wladimir Medinski zum russischen Verhandlungsführer ernannt. Er steht in der Ukraine aber als nicht ernstzunehmender Verhandler in der Kritik.
Medinski führt die Verhandlungen mit der ukrainischen Seite seit langem, fehlte allerdings bei den ersten Runden in diesem Jahr in Abu Dhabi. Als Grund nannte Peskow, dass es dabei um militärische Fragen gegangen sei, mit denen sich Medinski nicht befasse.
Nach Kremlangaben handelt es sich bei der neuen Runde in Genf um ein erweitertes Format, an dem - wie zuletzt - auch der russische Militärgeheimdienstchef Igor Kostjukow teilnehme. Auch Vizeaußenminister Michail Galusin ist bei den Gesprächen dabei.
Gebietsfrage weiter ungelöst
Eine Lösung im Ukraine-Krieg ist aber bisher nicht in Sicht. Zum Ärger Moskaus lehnt Kiew einen Verzicht auf die von Russland geforderten Gebiete ab, darunter auch jene in der Region Donezk, die die Ukraine selbst kontrolliert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte mehrfach, dass Putin keine Geschenke gemacht werden dürften in dem Angriffskrieg.
Russlands Vizeaußenminister Galusin griff vor den Verhandlungen in Genf einen Vorschlag Putins auf, die Ukraine vorübergehend unter Verwaltung der Vereinten Nationen zu stellen. Moskau sei bereit, darüber mit den USA, den europäischen und anderen Staaten zu sprechen, sagte er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Der Vorschlag Putins stieß bereits im vergangenen Jahr auf breite Ablehnung.
Russland setzt wirtschaftliche Verhandlungen mit den USA fort
Parallel dazu laufen laut Kreml in Genf auch bilaterale Unterredungen über die russisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen mit Putins Sonderbeauftragten Kirill Dmitrijew, der sich immer wieder mit US-Chefunterhändler Steve Witkoff getroffen hatte. Dmitrijew setzt sich für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ein und bereitet für den Fall einer friedlichen Lösung im Ukraine-Krieg eine Wiederbelebung der Wirtschaftskontakte mit den USA vor.
Russland betont zwar immer wieder, seinen seit fast vier Jahren laufenden Krieg gegen die Ukraine beenden zu wollen - allerdings zu seinen eigenen Bedingungen. Die Ukraine lehnt die russischen Forderungen bisher als inakzeptabel ab.
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