Pflanzliche, Schlafmittel

Pflanzliche Schlafmittel: Sanfte Alternative im Trend

15.01.2026 - 08:09:12

Immer mehr Menschen mit Schlafproblemen setzen auf pflanzliche Helfer. Präparate mit Baldrian, Lavendel oder Passionsblume boomen als sanfte Alternative zu chemischen Schlafmitteln.

Seit Jahrhunderten nutzen Menschen bestimmte Pflanzen für besseren Schlaf. Die bekanntesten sind:
* Baldrian: Beruhigt das Nervensystem und kann die Einschlafzeit verkürzen.
* Passionsblume & Lavendel: Wirken gegen nervöse Unruhe und Ängste, die den Schlaf stören.
* Hopfen & Melisse: Oft in Kombinationen verwendet, fördern sie die Entspannung.

Ein großer Vorteil: Diese natürlichen Mittel stören den gesunden Ablauf der Schlafphasen nicht und gelten als gut verträglich.

Was die Wissenschaft sagt

Die Studienlage ist durchwachsen. Der EU-Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel bescheinigt einigen Baldrian-Extrakten eine “gut belegte Anwendung”. Für viele andere Präparate ist die Beweislage dünner.

Experten betonen: Pflanzliche Schlafmittel wirken nicht sofort. Oft muss man sie über zwei bis vier Wochen regelmäßig einnehmen, bis sich der Effekt zeigt. Sie eignen sich daher vor allem für leichte, nervös bedingte Schlafstörungen.

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Vorsicht trotz Naturprodukt

Auch pflanzliche Mittel sind Arzneimittel. Ihr großer Pluspunkt: Sie machen nach aktuellem Stand nicht körperlich abhängig und verursachen seltener einen Hangover am nächsten Tag.

Trotzdem ist Vorsicht geboten:
* Eine dauerhafte Einnahme ohne ärztlichen Rat wird nicht empfohlen.
* Seltene Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden sind möglich.
* Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können auftreten, etwa bei Johanniskraut.

Der Apotheker oder Arzt sollte vor der Einnahme immer gefragt werden – besonders bei Vorerkrankungen.

Warum der Markt wächst

Der Umsatz mit rezeptfreien Schlaf- und Beruhigungsmitteln liegt in Deutschland bei mehreren hundert Millionen Euro – Tendenz steigend. Fast 40 Prozent der Deutschen greifen laut einer Studie von 2024 zu Schlafhilfen, bei jungen Erwachsenen ist der Anteil besonders hoch.

Dieser Trend spiegelt den Wunsch nach natürlichen Behandlungsmethoden wider. Die Pharmaindustrie reagiert und treibt die Forschung zu qualitativ hochwertigeren Produkten voran.

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