Muskeln schützen Senioren vor Infekten
18.01.2026 - 11:51:12Krafttraining stärkt das Immunsystem von Menschen über 60. Das belegt die aktuelle Forschung, die Muskeln als entscheidendes Hormonorgan identifiziert. Experten raten deshalb dringend von reinen Spaziergängen ab und empfehlen stattdessen Hanteln.
Muskeln sind weit mehr als Bewegungsmaschinen. Sie fungieren als sekretorisches Organ. Bei Belastung schütten sie Botenstoffe aus, die Myokine. Diese „Hoffnungsmoleküle“ kommunizieren direkt mit dem Immunsystem.
Besonders das Interleukin-6 (IL-6) spielt eine paradoxe Rolle. Während chronisch erhöhte Werte schaden, wirkt das durch Sport freigesetzte IL-6 akut entzündungshemmend. Es mobilisiert Abwehrzellen. Studien deuten darauf hin, dass Myokine sogar die Aktivität der Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) steigern – der ersten Verteidigungslinie gegen Viren.
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Der stille Feind: Sarkopenie
Hinter der Immunschwäche im Alter steckt oft ein schleichender Muskelverlust, die Sarkopenie. Mediziner klassifizieren sie heute als eigenständige Erkrankung. Der Verlust an Muskelmasse bedeutet weniger Speicher für Proteine und Aminosäuren.
Diese Bausteine fehlen dem Immunsystem bei einer Infektion zur Antikörper-Produktion. Die Folge: Senioren mit ausgeprägter Sarkopenie erleben oft schwerere Grippeverläufe. Ab 50 können ohne Gegenmaßnahmen jährlich bis zu zwei Prozent der Muskelmasse schwinden.
Neue Regeln: Zweimal pro Woche Gewichte
Aktuelle Leitlinien von WHO und anderen Fachgesellschaften sind eindeutig. Ausdauertraining allein reicht nicht. Für Menschen über 65 empfehlen sie konkret:
* Zwei Einheiten Krafttraining pro Woche für alle großen Muskelgruppen.
* Eine Intensität, die zur Ermüdung führt – nur so werden genug Myokine freigesetzt.
* Die Kombination mit Gleichgewichtsübungen.
Der Einstieg ist auch im hohen Alter sicher, idealerweise unter Anleitung. Moderne Konzepte setzen auf gelenkschonende Maschinen, die dennoch den nötigen Reiz für Knochen und Stoffwechsel setzen.
Vom Lifestyle zum Medizin-Baustein
Die Diskussion markiert einen Paradigmenwechsel. Sanfte Gymnastik war gestern, heute fordern Ärzte „robuste Vorsorge“. Gesundheitsökonomen sehen in Krafttraining eine kosteneffiziente Prävention gegen teure Stürze und Hospitalisierungen.
Programme für Senioren werden zunehmend als medizinische Maßnahme bewertet. Dieser Trend passt zum Fokus des Medizin-Nobelpreises 2025 auf die Immuntoleranz. Krafttraining gilt als natürlicher Partner der modernen Immunmedizin.
Die Zukunft: Personalisiertes Training
Die Forschung arbeitet an der nächsten Stufe: der Personalisierung. Wissenschaftler identifizieren spezifische Exerkine – durch Bewegung freigesetzte Biomarker. Ziel ist es, Trainingspläne präzise wie Medikamente zu dosieren.
Digitale Gesundheits-Apps und Wearables könnten künftig nicht nur Schritte, sondern die mechanische Muskelbelastung tracken. So soll sichergestellt werden, dass die immunstärkende Reizschwelle erreicht wird. Bis dahin bleibt die Hantel das wirksamste Werkzeug.
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