Mentale, Gesundheit

Mentale Gesundheit wird zur Top-Angst der Generation Z

22.03.2026 - 00:00:37 | boerse-global.de

Eine neue Studie zeigt, dass psychische Probleme zu den größten Ängsten der Generation Z zählen. Experten fordern präventive Maßnahmen in Schulen und Betrieben, um die hohen volkswirtschaftlichen Kosten zu senken.

Mentale Gesundheit wird zur Top-Angst der Generation Z - Foto: über boerse-global.de
Mentale Gesundheit wird zur Top-Angst der Generation Z - Foto: über boerse-global.de

Eine neue YouGov-Studie zeigt: 26 Prozent der jungen Erwachsenen zählen psychische Probleme zu ihren größten Ängsten. Die Sorge ist in der Generation Z fast dreimal so verbreitet wie bei den Babyboomern. Parallel diskutierten Experten auf einer Wiener Fachtagung über Gegenstrategien.

Junge Generation unter Druck

Der „Behavior Change Report“ des Meinungsforschungsinstituts YouGov liefert alarmierende Zahlen. In der gesamten DACH-Region fürchten sich 16 Prozent der Menschen vor psychischen Erkrankungen. Der Wert steigt mit jedem jüngeren Jahrgang rasant an.

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Während nur neun Prozent der Babyboomer und 14 Prozent der Generation X große Sorgen äußern, sind es bei der Generation Z bereits 26 Prozent. Analysten sehen die Ursachen in einer Mischung aus wirtschaftlicher Unsicherheit, globalen Krisen und der digitalen Informationsflut.

Die finanzielle Lage verschärft die emotionale Anspannung zusätzlich. Zwei von fünf Befragten rechnen mit einer Verschlechterung ihrer finanziellen Situation.

Schulen sollen früh gegensteuern

Auf der Internationalen Tagung „Mentale Gesundheit in dynamischen Zeiten“ an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien diskutierten Experten diese Woche Lösungsansätze. Ein zentrales Thema: die Prävention bereits im Schulalter.

„Die Vermittlung von Achtsamkeit muss früh ansetzen“, fordern Teilnehmer. Erste Projekte zeigen Erfolge. Österreichische Studien deuten an, dass handyfreie Schulen und gezielte Achtsamkeitsübungen die Lebenszufriedenheit von Jugendlichen steigern können.

Der Anteil von Schülern mit depressiven Symptomen ließ sich in Untersuchungen leicht senken. Experten fordern nun einen flächendeckenden Ausbau solcher präventiver Programme.

Achtsamkeit ist mehr als ein Trend

In der Therapie gelten Achtsamkeit und Selbstliebe längst nicht mehr als Lifestyle-Gimmicks. Sie sind wissenschaftlich fundierte Werkzeuge. Achtsamkeit bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst und wertfrei auf den gegenwärtigen Moment zu lenken.

Diese Haltung hilft, negative Gedankenmuster zu durchbrechen und emotionale Erschöpfung zu reduzieren. Etablierte Programme wie „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ (MBSR) werden von Gesundheitsorganisationen unterstützt.

Selbstliebe wird dabei nicht als Egoismus verstanden, sondern als Fähigkeit, eigene Grenzen zu erkennen und sich mit Mitgefühl zu begegnen. Diese Selbstakzeptanz ist die Grundlage für Widerstandsfähigkeit – besonders in einer Arbeitswelt mit ständiger Erreichbarkeit.

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Wirtschaft zahlt Milliarden für psychische Krankheiten

Die ökonomischen Folgen der Krise sind massiv. Der Gesundheitsreport der DAK-Gesundheit verzeichnete für 2025 einen historischen Höchststand beim Krankenstand in Deutschland.

Im Schnitt fehlten Arbeitnehmer 19,5 Tage. Psychische Erkrankungen legten im Vergleich zum Vorjahr um fast sieben Prozent zu. Das Institut der deutschen Wirtschaft schätzt die jährlichen Kosten durch krankheitsbedingte Ausfälle auf bis zu 160 Milliarden Euro.

Doch nur etwa 40 Prozent der Betriebe verfügen über strukturierte Maßnahmen für psychische Gesundheit. Krankenkassen und Wirtschaftsverbände fordern ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement. Achtsamkeitsprogramme könnten die Resilienz der Belegschaft stärken.

Vom Stigma zum Mainstream-Thema

Die aktuellen Entwicklungen markieren einen Paradigmenwechsel. Themen wie Depressionen werden offener diskutiert. Große Krankenkassen investieren in Modellprojekte zur Prävention bei Jugendlichen.

Auch der Markt reagiert: Achtsamkeits-Retreats und Angebote zur digitalen Entschleunigung verzeichnen eine stark wachsende Nachfrage. Der gesamte Gesundheitssector verlagert seinen Fokus zunehmend von der Symptombehandlung zur alltagsintegrierten Prävention.

In den kommenden Jahren dürften digitale Angebote wie App-basierte Interventionen und KI-gestützte Gesundheitsassistenten weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig wächst der politische Druck, mentale Gesundheit gesetzlich stärker in Bildung und Unternehmen zu verankern.

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