Meditation, Verschiedene

Meditation: Verschiedene Techniken formen das Gehirn unterschiedlich

23.02.2026 - 05:31:12 | boerse-global.de

Forscher bestätigen, dass buddhistische Praktiken wie Samatha und Vipassana spezifische Hirnnetzwerke aktivieren. Diese Erkenntnis ermöglicht zielgerichtetes Training für psychische Gesundheit.

Meditation ist nicht gleich Meditation. Eine aktuelle Studie zeigt: Unterschiedliche buddhistische Techniken aktivieren und stärken verschiedene Hirnnetzwerke. Das hat Konsequenzen für psychische Gesundheit und persönliche Entwicklung.

Die tiefen Wurzeln der Achtsamkeit

Im Westen gilt Achtsamkeit oft als Werkzeug gegen Stress. Ihre Ursprünge im Buddhismus sind jedoch viel grundlegender. Dort ist sie ein Weg zu Weisheit und der Überwindung von Leid. Die Praxis zielt auf eine klare, nicht-wertende Wahrnehmung des Moments ab – um die Ursachen von Unzufriedenheit zu erkennen.

Samatha vs. Vipassana: Zwei Wege, zwei Gehirne

Die Neurowissenschaft unterscheidet nun klar zwischen Hauptformen wie Samatha und Vipassana. Samatha beruhigt den Geist durch Konzentration auf ein Objekt. Diese Praxis dämpft das „Default Mode Network“ für selbstbezogene Gedanken und stärkt Bereiche für Aufmerksamkeit.

Vipassana hingegen ist die offene Beobachtung aller aufkommenden Gedanken und Gefühle. Sie aktiviert Hirnregionen, die für Körperwahrnehmung und metakognitives Bewusstsein zuständig sind. Die Methode entscheidet also, welche Schaltkreise trainiert werden.

Was die Wissenschaft bestätigt

Forscher beobachten seit Jahren, dass Meditation das Gehirn formt – Stichwort Neuroplastizität. Moderne Bildgebung zeigt diese Veränderungen in Echtzeit. Diese Validierung hat Meditation aus der esoterischen Ecke geholt und in Psychotherapie und Gesundheitswesen etabliert.

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Warum die Technik-Wahl entscheidend ist

Die pauschale Empfehlung „meditieren Sie“ reicht möglicherweise nicht aus. Soll der Geist zur Ruhe kommen oder sollen Einsichten wachsen? Für verschiedene Ziele braucht es unterschiedliche Ansätze. Viele Traditionen empfehlen erst Samatha für die Konzentration, dann Vipassana für die Einsicht. Die Neurowissenschaft gibt dieser Abfolge nun recht.

Die Zukunft: Meditation nach Maß

Die Forschung bewegt sich hin zur Personalisierung. Könnten individuelle neurologische Profile zeigen, welche Technik bei Angst oder Depression hilft? Die Zukunft könnte maßgeschneiderte Mentaltrainings bringen. Die Wissenschaft entschlüsselt das „Wie“, die buddhistische Tradition erinnert an das „Warum“: die Befreiung von Leiden.

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