Kefir und Ballaststoffe schlagen Omega-3 bei Entzündungen
19.02.2026 - 20:00:11Eine Kombination aus Kefir und Ballaststoffen reduziert Entzündungsmarker stärker als hochdosiertes Omega-3. Das zeigt eine neue Studie der University of Nottingham. Die Ergebnisse stellen die bisherige Rangordnung entzündungshemmender Ernährungsstrategien in Frage.
Synbiotika-Kombination überzeugt im direkten Vergleich
Das Forschungsteam testete über sechs Wochen vier verschiedene Ansätze. Eine Gruppe nahm täglich 170 Milliliter Kefir mit zehn Gramm einer präbiotischen Ballaststoffmischung. Andere erhielten entweder 500 Milligramm Omega-3, 20 Gramm Inulin oder gar keine Ergänzung.
Die Analyse von 92 Entzündungsmarkern im Blut brachte ein klares Ergebnis: Die Kefir-Ballaststoff-Kombination beeinflusste sieben zentrale Marker signifikant – darunter das wichtige Interleukin-6. Omega-3 und das Einzelpräparat Inulin zeigten nur moderate Effekte.
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Ein Bonus: Die Synbiotika-Gruppe profitierte zusätzlich von einer Senkung des Gesamt- und LDL-Cholesterins. Blutzucker- und Insulinspiegel blieben stabil.
So entfaltet das Darm-Duo seine Wirkung
Der Schlüssel liegt im synbiotischen Effekt. Kefir liefert lebende probiotische Bakterien. Die präbiotischen Ballaststoffe dienen diesen Mikroorganismen als Nahrung.
Im Dickdarm fermentieren die Bakterien die Ballaststoffe. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat. Diese stärken die Darmbarriere und wirken im ganzen Körper entzündungshemmend. Die Studie wies den Anstieg dieser schützenden Stoffe im Blut nach.
Paradigmenwechsel in der Prävention?
Chronische, niederschwellige Entzündungen gelten als Risikofaktor für Volkskrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme. Das Darmmikrobiom steuert dabei das Immunsystem entscheidend mit.
Bisher lag der Fokus oft auf isolierten Nährstoffen. Die neuen Daten legen nahe: Das Zusammenspiel von Lebensmitteln kann stärker wirken als einzelne, hochdosierte Supplemente. Der „Food as Medicine“-Ansatz erhält damit neuen Rückenwind.
Doch Vorsicht: Die Studie lief nur sechs Wochen mit gesunden Erwachsenen. Ob die Effekte langfristig bestehen oder Patienten helfen, muss weitere Forschung klären. Omega-3 bleibt ein wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
Wohin führt der Weg der Ernährungsforschung?
Die Zukunft könnte personalisierte Empfehlungen bringen – zugeschnitten auf die individuelle Darmflora. Offizielle Richtlinien zur Krankheitsprävention dürften die Darmgesundheit stärker gewichten.
Der Fokus verschiebt sich: weg von Einzelstoffen, hin zu Ernährungsmustern mit fermentierten Produkten, Vollkorn, Hülsenfrüchten und viel Gemüse. Die Synergie im Darm könnte zum neuen Schlüssel für die Gesundheitsvorsorge werden.
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