Frankfurt Schluss: Dax leicht schwächer - 24.000-Marke hält
28.04.2026 - 18:23:28 | dpa.deDie Anleger blieben insgesamt vorsichtig. So gibt es nach wie vor keine Fortschritte im Iran-Krieg, weshalb die Ölpreise weiter stiegen und so Konjunktur- und Inflationssorgen wecken. Zum anderen steht der Zinsentscheid der US-Notenbank bevor. Experten rechnen nicht mit Änderungen.
Der deutsche Leitindex beendete den Handel mit minus 0,27 Prozent auf 24.018,26 Zähler. Der MDax DE0008467416 verlor 1,00 Prozent auf 30.057,46 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um 0,41 Prozent auf 5.836,10 Punkte abwärts. Kaum verändert gingen der britische FTSE 100 GB0001383545 und der schweizerische SMI CH0009980894 aus dem Tag.
Zum europäischen Börsenschluss zeigte sich auch der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 in den USA kaum verändert. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 büßte angesichts eines kritischen Berichts im "Wall Street Journal" über OpenAI knapp 1,5 Prozent ein.
"Am deutschen Aktienmarkt herrscht derzeit ein ausgeprägtes Patt zwischen Bullen und Bären. Die Marktteilnehmer wechseln sich fast im Stundentakt zwischen Kaufbereitschaft und Gewinnmitnahmen ab", resümierte Marktexperte Timo Emden das derzeitige Auf und Ab an der Börse. Auch geopolitisch bleibe die Lage angespannt und weitgehend festgefahren: "Der Iran-Konflikt wirkt zunehmend blockiert, ohne dass sich kurzfristig eine Deeskalation oder weitere Eskalationsstufe klar abzeichnet."
Gesenkte Jahresziele brockten der Qiagen-Aktie NL0015002CX3 einen Kursverlust von fast 11 Prozent ein, womit sie auf den tiefsten Stand seit Winter 2019 sackte. Im bisherigen Jahresverlauf beträgt das Minus auf 25 Prozent. Deutsche-Bank-Analyst Jan Koch rechnet nun mit einer Abwärtskorrektur der durchschnittlichen Analystenschätzung für das Jahresergebnis je Aktie des Labordienstleisters und Diagnostikanbieters.
Bayer DE000BAY0017 reagierten mit einem Kursrückgang von 4,6 Prozent auf eine Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um milliardenschwere Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten. Damit kehrte sich das magere Kursplus im bisherigen Jahresverlauf in einen einprozentigen Verlust. Eine Entscheidung im Fall "Durnell" wird für Ende Juni erwartet.
Deutschen Börse DE0005810055 legte um 0,3 Prozent zu. Der Konzern hatte wie erwartet starke Quartalszahlen vorgelegt und bestätigte seine Jahresziele.
Pläne von Salzgitter DE0006202005, eigene Aktien zur Erhöhung des Streubesitzes zu verkaufen, sorgten für Kursverluste von 9,2 Prozent. Damit waren die Papiere Schlusslicht im MDax. Für Anleger bedeutet das in der Regel, dass durch ein höheres Aktienangebot der Kurs erst einmal sinken dürfte. Aktuell beträgt der Anteil frei am Markt handelbarer Papiere des Stahlunternehmens etwas mehr als 34 Prozent.
Index-Spitzenwert waren TKMS DE000TKMS001 mit einem Plus von knapp 5 Prozent. Analyst Sriram Krishnan von Deutsche Bank Research hatte das Kursziel auf 110 Euro angehoben und sein Kaufurteil bekräftigt. Die Auftragsdynamik sowohl für U-Boote als auch für Überwasserschiffe bleibe recht vielversprechend, schrieb er./ck/he
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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