Bundesregierung, Umbau

Bundesregierung setzt auf Umbau statt Neubau im Wohnungsmarkt

03.04.2026 - 00:09:31 | boerse-global.de

Die Bundesregierung will mit einer Baugesetzbuch-Reform und einem 300-Millionen-Euro-Förderprogramm die Umwandlung von Gewerbeimmobilien in Wohnungen beschleunigen, um dem Wohnungsmangel zu begegnen.

Bundesregierung setzt auf Umbau statt Neubau im Wohnungsmarkt - Foto: über boerse-global.de

Die Bundesregierung will den Umbau bestehender Gebäude massiv beschleunigen. Mit einem neuen Gesetz und einem Förderprogramm soll die Schaffung von Wohnraum in angespannten Märkten vorankommen. Das Ziel: dem anhaltenden Wohnungsmangel mit schnelleren Genehmigungen und neuen Anreizen begegnen.

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Baugesetzbuch-Upgrade soll Bauen erleichtern

Das Bundesbauministerium plant eine Reform des Baugesetzbuches. Das sogenannte "Upgrade" soll Kommunen mehr Spielraum geben. In angespannten Märkten könnten sie ein "überragendes öffentliches Interesse" am Wohnungsbau feststellen. Das würde dem Wohnungsbau Vorrang vor anderen Belangen wie Denkmalschutz einräumen.

Weitere geplante Regelungen erlauben es Gemeinden, sogenannte "Schrittimmobilien" per Vorkaufsrecht zu erwerben. Umweltprüfungen für bestimmte Bauvorhaben sollen vereinfacht werden. Der Entwurf befindet sich aktuell in der Stellungnahmephase mit Verbänden. Die Bundesregierung will ihn noch vor der Sommerpause ins Kabinett einbringen.

300 Millionen Euro für "Gewerbe zu Wohnen"

Ein weiterer Baustein ist das neue Förderprogramm "Gewerbe zu Wohnen (GzW)". Es startet im Juli 2026 und stellt in diesem Jahr rund 300 Millionen Euro bereit. Ziel ist die Umwandlung leerstehender Büro- und Gewerbeimmobilien in Wohnraum.

Pro entstehender Wohneinheit sind Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro vorgesehen. Die Förderung ist an eine energetische Sanierung geknüpft. Die Immobilien müssen mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erreichen. Für Denkmäler gelten etwas gelockerte Vorgaben.

Branche warnt vor dramatischem Neubau-Einbruch

Die Bauwirtschaft sieht die Notwendigkeit für solche Maßnahmen. Beim jüngsten Wohnungsbau-Tag in Berlin warnten Vertreter vor einem Einbruch. Die Zahl der fertiggestellten Neubauwohnungen könnte 2026 auf unter 200.000 fallen. Das wäre nicht einmal die Hälfte des geschätzten Bedarfs.

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Als Lösung fordern Verbände einen vereinfachten Gebäudetyp für kostengünstigeres Bauen. Experten sehen zudem großes Potenzial in der Nachverdichtung älterer Einfamilienhausgebiete. Auch innovative Konzepte wie Mikroapartments und Co-Living gewinnen an Bedeutung, besonders in Städten.

Markt bleibt trotz leichter Entspannung angespannt

Die aktuellen Daten zeigen den Handlungsdruck. Zwar stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,4 Prozent. Genehmigungen für Umbauten legten sogar um 13,5 Prozent zu. Doch diese Zahlen reichen bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Die Immobilienpreise in Großstädten ziehen wieder an. Der ländliche Raum bleibt entspannter. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum belastet besonders Ballungsräume. Dort sind die Mieten in den letzten 15 Jahren stark gestiegen, während der Zuzug das Wohnungsangebot übertrifft.

Umbau als Schlüssel für Klimaziele und bezahlbares Wohnen

Die Ausrichtung auf den Gebäudebestand ist nicht nur eine Frage des Wohnraums. Sie ist auch entscheidend für die Klimaziele. Das Bauwesen muss den Wandel zur Treibhausgasneutralität bis 2045 gestalten. Die nachhaltige Umnutzung bestehender Strukturen schont Ressourcen und spart Energie.

Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell die neuen Instrumente wirken. Entscheidend sind die finalen Gesetzesbeschlüsse und der Start des Förderprogramms. Die große Herausforderung bleibt: Bürokratische Hürden abbauen und Genehmigungsprozesse weiter beschleunigen.

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