Bundesregierung senkt Zinsen für Wohnungsbau-Förderung drastisch
05.03.2026 - 05:30:24 | boerse-global.deSeit Anfang März gelten in Deutschland historisch niedrige Zinsen für staatliche Baukredite. Das Bundesbauministerium hat die Konditionen für zentrale Förderprogramme massiv verbessert, um den stockenden Wohnungsbau wieder in Schwung zu bringen. Parallel stellt der Bund bis 2029 Rekordmittel von 23,5 Milliarden Euro exklusiv für sozialen Mietwohnungsbau bereit.
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KfW-Kredite jetzt fast zum Nulltarif
Im Fokus stehen die Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Für die befristete EH55-Plus-Förderung sank der effektive Jahreszins auf nur noch 1,0 Prozent. Noch günstiger wird es für Bauherren, die den anspruchsvolleren Effizienzhaus-40-Standard erfüllen: Hier liegt der Zins bei minimalen 0,6 Prozent. Beide Angebote gelten mit einer Zinsbindung von zehn Jahren.
Bundesbauministerin Verena Hubertz sieht den Wohnungsbau bereits mit Schwung ins Jahr 2026 starten. Als Beleg verweist ihr Ministerium auf einen Anstieg der Baugenehmigungen um knapp elf Prozent im Vorjahr. Seit Start der EH55-Plus-Förderung Mitte Dezember 2025 wurden bereits rund 17.000 neue Wohneinheiten bewilligt.
23,5 Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau
Während die KfW-Programme allen Bauherren offenstehen, zielt eine zweite Säule gezielt auf bezahlbare Mieten. Der Bund stellt zwischen 2025 und 2029 die Rekordsumme von 23,5 Milliarden Euro bereit. Dieses Geld ist streng zweckgebunden für den Bau von Sozialwohnungen mit Belegungsbindung und gedeckelten Mieten.
Die Dringlichkeit dieser Maßnahme belegen aktuelle Zahlen. Der „Soziale Wohn-Monitor 2026“ des Pestel-Instituts zeichnet ein dramatisches Bild. Der Bestand an Sozialwohnungen schrumpfte Ende 2023 auf nur noch rund 1,07 Millionen Einheiten. 2024 kamen lediglich 27.000 neue geförderte Mietwohnungen hinzu, während zehntausende aus der Sozialbindung fielen.
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GdW begrüßt Zinssenkung, fordert aber mehr
Die Immobilienwirtschaft reagiert verhalten positiv. Der GdW, der Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen, begrüßte die verbesserten Konditionen. Doch der Verband mahnt: Die Maßnahmen allein reichten nicht aus.
Der GdW fordert eine dauerhafte Festlegung des EH55-Zinses bei maximal 1,0 Prozent und eine Verlängerung der Förderung über 2026 hinaus. Kritik gibt es auch an den Rahmenbedingungen: Innovative Bauweisen wie serielles Bauen seien derzeit von der Förderung ausgeschlossen. Dabei gelten genau diese Methoden als Schlüssel für schnelleren und günstigeren Wohnungsbau.
Wann kommt der Bau-Boom?
Die kommenden Monate werden zum Lackmustest für die deutsche Wohnungspolitik. Die finanziellen Anreize sind gesetzt. Doch ob sie schnell genug wirken, ist ungewiss.
Die Branche kämpft weiter mit Bürokratie, langen Genehmigungsverfahren und Handwerker-Mangel. Das im Herbst 2025 beschlossene „Bau-Turbo-Gesetz“ soll Abhilfe schaffen, braucht aber Zeit für die flächendeckende Umsetzung. Gelingt es, die Förderung langfristig stabil zu halten, könnte 2026 den Wendepunkt im Kampf gegen die Wohnungsnot markieren.
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