Bundesregierung, Umbau

Bundesregierung fördert Umbau von Büros zu Wohnungen

10.02.2026 - 17:28:12

Die Bundesregierung startet ein Förderprogramm, das Investoren mit zinsgünstigen Krediten für die Umnutzung von Büroflächen lockt. Ein zentraler Anreiz ist der Verzicht auf die Mietpreisbindung für die neuen Wohnungen.

Die Bundesregierung startet ein 360-Millionen-Euro-Programm, um leerstehende Büros in Wohnraum umzuwandeln. Das Programm „Gewerbe zu Wohnen“ soll im Sommer 2026 anlaufen und bietet zinsverbilligte Darlehen für Investoren. Ein entscheidender Anreiz: Die neu geschaffenen Wohnungen unterliegen keiner Mietpreisbindung.

Zwei Krisen, eine Lösung

Die deutsche Immobilienlandschaft steckt in der Zwickmühle. Während in den Städten der Büroleerstand dramatisch steigt, herrscht gleichzeitig akuter Wohnungsmangel. Seit 2019 hat sich die Leerstandsquote in relevanten Märkten von rund zwei auf 5,6 Prozent fast verdreifacht. Das entspricht etwa elf Millionen Quadratmetern ungenutzter Fläche, angetrieben durch Homeoffice und neue Arbeitsmodelle.

Genau hier setzt die neue Förderung an. Allein in den sieben größten deutschen Städten schätzt man das Umwandlungspotenzial auf 1,8 Millionen Quadratmeter Bürofläche. Das könnte zehntausende neue Wohnungen bedeuten.

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So funktioniert das Förderprogramm

Ab Sommer 2026 will die Regierung über die KfW zinsgünstige Darlehen vergeben. Die geplanten 360 Millionen Euro für das erste Jahr sollen die hohen Umbaukosten abfedern.
* Fokus: Die Umwandlung von Büro- und anderen Gewerbegebäuden.
* Ziel: Komplexe Anpassungen wie neue Sanitäranlagen, Schallschutz oder energetische Sanierungen zu subventionieren.
* Nebeneffekt: Die Maßnahme soll auch Innenstädte revitalisieren und Leerstand bekämpfen.

Der größte Anreiz für Investoren ist jedoch eine andere Regelung.

Der Knackpunkt: Keine Mietpreisbremse

Die neu geschaffenen Wohnungen werden nicht an die Mietpreisbindung gebunden sein. Die Bundesregierung begründet dies mit fehlender verfassungsrechtlicher Kompetenz für eine solche Auflage in diesem Programm.

Für die Immobilienwirtschaft ist das die entscheidende Voraussetzung, um die teuren Umbauten wirtschaftlich darstellbar zu machen. Kritiker befürchten jedoch, dass so vor allem teurer Wohnraum entsteht, der die Not an bezahlbaren Mieten kaum lindert.

Klimaschutz ja, Bürokratie nein?

Die Umnutzung bestehender Gebäude bringt einen klaren Klimavorteil. Gegenüber einem Neubau können bis zu zwei Drittel der CO2-Emissionen eingespart werden, weil die im Rohbau gebundene „graue Energie“ weiter genutzt wird.

Doch die größte Hürde bleibt die deutsche Bürokratie. Komplexe Bauvorschriften zu Brand- und Schallschutz sowie langwierige Genehmigungsverfahren verteuern und verzögern solche Projekte oft massiv. Der Erfolg des Programms hängt daher nicht nur vom Geld, sondern auch von pragmatischeren Genehmigungsprozessen ab.

Kann die „Umbaukultur“ also die Wohnungskrise lösen? Die Initiative ist ein wichtiger Baustein, der gezielt Leerstand in teuren Innenstadtlagen angeht. Ob sie ihr Potenzial voll entfaltet, wird sich ab Sommer 2026 zeigen.

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