Bohnen und Pilze: Das sind die Food-Trends für 2026
27.12.2025 - 11:42:12Erbsen, Linsen und Bohnen werden 2026 zum neuen Superfood. Ernährungsexperten rufen das kommende Jahr bereits zum “Jahr der Bohne” aus. Der Trend signalisiert eine Abkehr von komplizierten Superfoods hin zu einer einfachen, gesunden Ernährung.
Gleichzeitig sorgt eine Innovation aus Deutschland für Aufsehen: Forscher in Gießen gewinnen hochwertiges Pilzprotein aus Karottenresten. Diese Entwicklungen markieren den Startschuss für eine neue Ära der pflanzlichen Ernährung.
Die Prognose ist eindeutig: 2026 wird das Jahr der unkomplizierten, ballaststoffreichen Ernährung. Experten wie Lucy Jones sehen einen klaren Shift weg von isolierten Proteinen hin zu “Low-lift Nutrition”. Der Fokus liegt nun auf Ballaststoffen, und Bohnen sind die perfekte Quelle.
Die Vorteile überzeugen:
* Gesundheit: Schon 50 Gramm Hülsenfrüchte täglich sollen das Sterberisiko signifikant senken.
* Klima & Kosten: Bohnen sind eine günstige und nachhaltige Alternative zu teuren Fleischersatzprodukten.
* Einfachheit: Sie passen perfekt in die aktuelle Suche nach authentischer, unverarbeiteter Nahrung.
Pilzprotein aus Karotten-Abfall revolutioniert die Branche
Während die Bohne ihr Image aufpoliert, arbeitet die Wissenschaft an der nächsten Stufe der Proteinrevolution. Ein Team der Justus-Liebig-Universität Gießen hat ein bahnbrechendes Verfahren entwickelt. Sie züchten den Rosenseitling-Pilz auf Reststoffen der Karottensaft-Produktion.
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Aus diesem sogenannten Trester entsteht ein Pilzmyzel mit bemerkenswerten Eigenschaften:
* Hoher Proteingehalt: Mit bis zu 31 Gramm Protein pro 100 Gramt trocknet es Soja in nichts nach.
* Besserer Geschmack: Sensorische Tests zeigen: Daraus hergestellte Burger-Patties schmecken milder und angenehmer als Sojaprodukte.
* Kreislaufwirtschaft: Aus einem Abfallprodukt wird eine wertvolle neue Proteinquelle, ohne zusätzliche Anbauflächen.
Diese Technologie könnte den Markt für Fleischalternativen 2026 entscheidend diversifizieren.
Erbsenprotein bleibt auf der Überholspur
Der etablierte Markt für pflanzliche Proteine zeigt keine Ermüdungserscheinung. Aktuelle Analysen prognostizieren dem globalen Erbsenprotein-Markt weiterhin dynamisches Wachstum.
Die Nachfrage nach texturiertem Erbsenprotein steigt, besonders im Sport- und Functional-Food-Bereich. Moderne Verarbeitung eliminiert den oft kritisierten “bohnigen” Beigeschmack. Bis 2032 könnte der Markt ein Volumen von über 1,6 Milliarden US-Dollar erreichen. Treiber sind der Wunsch nach allergenfreien und nachhaltigen Alternativen zu Soja.
Vom künstlichen Imitat zum natürlichen Original
Was bedeutet diese Entwicklung? Wir erleben “Plant-Based 2.0”. Die erste Welle pflanzlicher Ernährung (ca. 2019–2023) fokussierte sich auf hochverarbeitete Fleischimitate. Jetzt dreht sich derTrend zurück zu “Whole Foods” – also möglichst naturbelassenen Lebensmitteln.
Die Warnungen vor Ultra-Processed Foods (UPF) wirken. Die Bohne profitiert als “ehrliches” und natürliches Lebensmittel. Die Kombination aus innovativer Forschung (Upcycling) und kulinarischer Rückbesinnung zeigt: Nachhaltigkeit bedeutet heute Innovation statt Verzicht.
Auf diese Produkte können Sie sich 2026 freuen
Das kommende Jahr wird den Teller bunter und vielfältiger machen. Experten erwarten diese konkreten Trends:
* Bohnen als Hauptdarsteller: Restaurants setzen vermehrt auf “Bean-First”-Gerichte, bei denen Linsen und Bohnen nicht nur Beilage sind.
* Hybrid-Proteine: Mischungen aus Pilzmyzel (wie aus Gießen) und Erbsenprotein verbessern die Textur von Fleischalternativen.
* Fokus Darmgesundheit: Mit dem Ballaststoff-Hype werben immer mehr Produkte explizit mit dem Fasergehalt von Hülsenfrüchten.
2026 wird die bescheidene Hülsenfrucht endgültig zum modernen Superfood befördert. Die Devise lautet: zurück zum Ursprung, vorwärts mit Innovation.


