Krieg, Iran

Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

11.03.2026 - 05:58:52 | dpa.de

Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren.

Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von fast 19 Prozent. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

Im Vergleich zu deutschen Autofahrern kommen die Amerikaner dabei noch günstig weg: Pro Liter zahlen sie umgerechnet nur etwa 81 Euro-Cent. Wegen geringerer Steuern und Abgaben und der eigenen Ölproduktion liegen die Spritpreise in den USA grundsätzlich niedriger als in Deutschland.

Der Krieg im Iran hat den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Durch die Meerenge wird in Friedenszeiten rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert. Die Schockwellen des Stopps sind weltweit zu spüren - auch in Deutschland, wo am Montag selbst der Durchschnittspreis für die günstigste gängige Benzinsorte E10 auf über zwei Euro pro Liter kletterte.

Das Thema Benzinpreise birgt gerade in den USA politischen Sprengstoff, auch mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump versprach im Wahlkampf, die Förderung fossiler Energieträger wie Öl und Kohle auszubauen - und so die Energiepreise für seine Landsleute deutlich zu verringern.

Seit Beginn des Krieges sucht die US-Regierung nach Wegen, das Angebot auf den Weltmärkten zu erhöhen, etwa durch gelockerte Sanktionen für russisches Öl. Regierungssprecherin Karoline Leavitt versuchte am Dienstag, die Bürgerinnen und Bürger in den Vereinigten Staaten zu beruhigen: "Die US-Bevölkerung kann versichert sein, dass der jüngste Anstieg der Öl- und Benzinpreise nur vorübergehend ist."

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