USA, Europa

US-Sicherheitsstrategie sieht «Unterdrückung» in Europa

05.12.2025 - 12:13:47 | dpa.de

Zensur, schrumpfende Geburtenraten, Identitätsverlust: Nach Ansicht der US-Regierung gefährden aktuelle Entwicklungen in Europa die Partnerschaft mit den USA.

Die USA warnen in ihrer neuen Sicherheitsstrategie vor einem Demokratieverlust in Europa. - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
Die USA warnen in ihrer neuen Sicherheitsstrategie vor einem Demokratieverlust in Europa. - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Die USA beklagen in einer neuen Sicherheitsstrategie einen Verlust der Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa und fordern eine Kurskorrektur. Europa stehe vor großen Problemen, heißt es in dem Dokument, das das Weiße Haus am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichte. Dazu zählen nach Ansicht der US-Regierung unter anderem die «Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, abstürzende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstvertrauens».

Als Problem in Europa macht die US-Regierung auch die Einwanderungspolitik aus, die den Kontinent verändere und Konflikte erzeuge. «Wir möchten, dass Europa europäisch bleibt», heißt es in dem Dokument. Der Charakter und die Geschichte der einzelnen europäischen Staaten müssten gewahrt und ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden. «Anlass zu großem Optimismus» gebe der wachsende Einfluss «patriotischer europäischer Parteien».

«Strategische Stabilität» mit Russland herstellen

Sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen, werde Europa in 20 Jahren oder weniger nicht mehr wiederzuerkennen sein, heißt es in dem Text. Daher sei «alles andere als klar», ob Europa weiterhin ein verlässlicher Verbündeter bleiben könne. «Unser Ziel sollte es sein, Europa dabei zu helfen, seinen derzeitigen Kurs zu korrigieren.»

Obwohl die US-Regierung in dem Dokument ein Ende des Kriegs in der Ukraine als zentrales Interesse bezeichnet, finden sich kaum kritische Worte für Russland. Ein Ende der Feindseligkeiten sei notwendig, «um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren und eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Kriegs zu verhindern». Mit Russland müsse eine «strategische Stabilität» hergestellt werden.

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos
ausland | 68409070 |

Weitere Meldungen

EU-Ratschef will Gespräche mit Russland vorbereiten. Aber irgendwann wohl über Frieden in der Ukraine. Das hat auch mit Trump zu tun. Mit Russland über Energiepreise reden? Auf keinen Fall, sagt der EU-Ratspräsident. (Ausland, 17.03.2026 - 06:10) weiterlesen...

Nato-Staaten stemmen sich gegen Einsatz vor Irans Küste Könnte die Nato dabei helfen, die Straße von Hormus gegen iranische Attacken zu sichern? US-Präsident Donald Trump ist dieser Meinung, doch seine Alliierten zögern. (Ausland, 16.03.2026 - 14:10) weiterlesen...

Wadephul erteilt Nato-Einsatz vor Irans Küste klare Absage. Aus der Bundesregierung kommt eine klare Ansage. Könnte die Nato dabei helfen, die Straße von Hormus zu sichern? US-Präsident Donald Trump ist dieser Meinung und setzt Alliierte unter Druck. (Ausland, 16.03.2026 - 11:54) weiterlesen...

Parteien gegen deutsche Beteiligung an US-Militärmission. In Deutschland gibt es quer durch die Parteien Skepsis. Der US-Präsident hat Hilfe auch europäischer Länder zum Schutz des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt. (Politik, 16.03.2026 - 09:18) weiterlesen...

Patentamt: Europa holt in der Quantentechnologie auf Deutschland und Frankreich haben den europäischen Rückstand auf die USA bei der Entwicklung der Quantentechnologie verringert. (Boerse, 16.03.2026 - 06:08) weiterlesen...

Trump drängt Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus - und droht. In dem von ihm begonnenen Krieg gegen den Iran fordert er dazu jetzt Hilfe unbeteiligter Länder - auch von der Nato. US-Präsident Trump will, dass die Straße von Hormus wieder sicher befahrbar wird. (Ausland, 16.03.2026 - 02:16) weiterlesen...