Nahost, Israel

Gaza-Hilfsflotte: Boote von Israel abgefangen

02.10.2025 - 12:52:03 | dpa.de

Wie in der Vergangenheit fing Israel wieder Boote einer Gaza-Hilfsflotte ab. Die Aktivisten sprechen dennoch von einem Erfolg.

  • Israels Kriegsmarine hat Teile der Gaza-Flottille gestoppt, bevor sie mit ihren Hilfsgütern den umkämpften Gazastreifen erreichen konnte. - Foto: -/Global Sumud Flottilla/AP/dpa
  • Der Militäreinsatz gegen die Flotte löste Proteste aus. - Foto: Luca Bruno/AP/dpa
  • Nach fast zwei Jahren Krieg im Gazastreifen ist die humanitäre Lage in dem abgeriegelten Küstenstreifen katastrophal. - Foto: Jehad Alshrafi/AP/dpa
  • Die israelische Militäraktion gegen die Global Sumud Flotilla aus mehr als 40 privaten Motor- und Segelbooten dauerte die ganze Nacht über bis zum Morgen an. - Foto: Uncredited/Global Sumud Flottilla/AP/dpa
  • Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg war eine der ersten Teilnehmerinne der Global Sumud Flotilla, die von israelischen Soldaten auf See festgenommen wurde. - Foto: Uncredited/Israeli Foreign Ministry/AP/dpa
Israels Kriegsmarine hat Teile der Gaza-Flottille gestoppt, bevor sie mit ihren Hilfsgütern den umkämpften Gazastreifen erreichen konnte.  - Foto: -/Global Sumud Flottilla/AP/dpa Der Militäreinsatz gegen die Flotte löste Proteste aus. - Foto: Luca Bruno/AP/dpa Nach fast zwei Jahren Krieg im Gazastreifen ist die humanitäre Lage in dem abgeriegelten Küstenstreifen katastrophal. - Foto: Jehad Alshrafi/AP/dpa Die israelische Militäraktion gegen die Global Sumud Flotilla aus mehr als 40 privaten Motor- und Segelbooten dauerte die ganze Nacht über bis zum Morgen an.  - Foto: Uncredited/Global Sumud Flottilla/AP/dpa Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg war eine der ersten Teilnehmerinne der Global Sumud Flotilla, die von israelischen Soldaten auf See festgenommen wurde.  - Foto: Uncredited/Israeli Foreign Ministry/AP/dpa

Die israelische Marine hat im Mittelmeer nach Angaben der Organisatoren einer privaten Flotte mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen rund 40 Boote abgefangen. Das israelische Außenministerium teilte mit, keinem der Boote sei es gelungen, die Seeblockade zu durchbrechen.  

Die Militäraktion rund 80 Kilometer vor der Küste noch in internationalen Gewässern hatte am späten Mittwochabend begonnen. Aktivisten bezeichneten sie als illegal und warfen Israel Völkermord im Gazastreifen vor. Israel hat diese Vorwürfe bereits in der Vergangenheit zurückgewiesen. 

Ein Boot, die «Mikeno», konnte sich nach Angaben von Aktivisten dem Gazastreifen bis auf wenige Kilometer nähern. So zeigte es auch ein von der Trägerorganisation der privaten Aktion betriebener Schiffsortungsdienst im Internet an. Die israelische Armee wies diese Angaben jedoch zurück und sprach von einem Fehler bei der Schiffsortung, wie die Zeitung «Times of Israel» berichtete.

Die nach Angaben der Global Sumud Flotilla rund 500 Teilnehmer aus mehr als 40 Ländern, darunter auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg und Aktivisten aus Deutschland, sollten von der israelischen Marine nach Israel gebracht und von dort abgeschoben werden. Die Menschen seien «in Sicherheit und bei guter Gesundheit», schrieb das israelische Außenministerium auf der Plattform X. 

Aktivisten bezeichneten die Aktion dennoch als Erfolg, weil es nach ihrer Einschätzung erstmals einem zivilen Schiff gelungen sei, die israelische Seeblockade zu durchbrechen und in die zwölf Meilen breiten Hoheitsgewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Allerdings war das Schicksal der «Mikeno» wegen unterbrochener Kommunikation unklar. Es gab keine Angaben, dass das Boot die Küste erreicht hätte und eventuell Hilfsgüter anlanden konnte. 

Die «Times of Israel» schrieb unter Berufung auf Militärangaben, anders als von Aktivisten behauptet, habe es keines der Schiffe der Flottille geschafft, die von Israel kontrollierten Gewässer vor der Küste Gazas zu erreichen. Diese Angaben beruhten auf falschen Tracking-Informationen. Die israelische Armee und das Außenministerium in Jerusalem antworteten zunächst nicht auf Anfragen zur «Mikeno». 

Zwei weitere Boote drehten Richtung Norden ab und entgingen der Militäraktion. Ein viertes Boot, ein Nachzügler, befand sich noch weit entfernt vom Gazastreifen. Sollte es sich weiter annähern, werde es auch gestoppt, schrieb das Außenministerium.

Was mit den gestoppten Booten und den Hilfsgütern an Bord geschehen würde, war zunächst unklar. Angebote, die Hilfslieferungen der Flottille über einen israelischen Hafen in den Gazastreifen bringen zu lassen, hatten die Aktivisten zuvor abgelehnt.

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