USA, Iran

Kein Iran-Deal: Trump fordert «bedingungslose Kapitulation»

06.03.2026 - 15:15:04 | dpa.de

Seit vergangenem Samstag greifen die USA Ziele im Iran an. Die iranische Kampfkraft ist nach Darstellung Trumps bereits erheblich geschwächt. Er formuliert nun eine klare Forderung.

  • US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran eine «bedingungslose Kapitulation».  - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
    US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran eine «bedingungslose Kapitulation». - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
  • US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran eine «bedingungslose Kapitulation». - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
    US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran eine «bedingungslose Kapitulation». - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
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Im Krieg mit dem Iran will US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung kein Abkommen mit dem Land mehr abschließen. Stattdessen müsse es auf eine «bedingungslose Kapitulation» hinauslaufen, forderte er auf seiner Plattform Truth Social.

Nach dem Kriegsende sowie der Wahl einer «geeigneten und akzeptablen» Führung in Teheran wollen die Vereinigten Staaten mit Verbündeten demnach beginnen, das Land wieder aufzubauen. Trump stellte dabei in Aussicht, den Iran «wirtschaftlich größer, besser und stärker zu machen als je zuvor». 

Am Samstag vergangener Woche hatten Israel und die USA begonnen, den Iran anzugreifen. Dabei wurde auch Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seither reagiert der Iran mit Gegenangriffen.

Trump besteht darauf, bei neuer Führung im Iran mitzureden

Am Donnerstag hatte Trump im Gespräch mit «Axios» und «Politico» gesagt, dass er bei der künftigen Führung des Irans mitbestimmen müsse. «Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela», zitierte ihn etwa «Axios» nach einem Telefongespräch mit ihm. 

Zugleich machte er klar, dass er Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, als neues Staatsoberhaupt ablehne: «Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt». Modschtaba Chamenei sei ein «Leichtgewicht».

Der Tod von Chamenei hat ein Machtvakuum im Zentrum des Iran hinterlassen. Offiziell bestimmt der Expertenrat den neuen Revolutionsführer. In der Praxis dürfte sich entscheiden, welches Lager im Machtgefüge die Oberhand gewinnt. Neben Chameneis Sohn Modschtaba werden auch der schiitische Geistliche Sadegh Laridschani, Ex-Präsident Hassan Ruhani und Hassan Chomeini, Enkel des Revolutionsgründers, als Optionen gehandelt.

Israels Armee hat am Freitag zudem eigenen Angaben zufolge den unterirdischen Militärbunker von Ali Chamenei angegriffen und zerstört. Berichte zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.

Trump behauptet: Iran hat keine Luftwaffe mehr

Nach Angaben des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) vom Donnerstag haben US-Streitkräfte in den vergangenen 72 Stunden fast 200 Ziele tief im Iran angegriffen, darunter auch in der Nähe von Teheran. 

Trump gab am Donnerstag an, dass die Luftabwehr und die Raketen des Irans bereits ganz oder in großen Teilen zerstört worden sei. «Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg», sagte Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. 

Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Neben dem Nuklearprogramm und der Marine hatte die US-Regierung das Raketenprogramm des Irans zuvor als wichtigstes Kriegsziel genannt.

Noch vor Kriegsbeginn hatten Vertreter der USA und des Irans unter anderem über das iranische Atomprogramm verhandelt. Die USA wollten verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigte sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug forderte Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Greifbare Fortschritte waren bis zu Kriegsbeginn nicht erkennbar.

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