USA, Iran

Ex-Diplomat kritisiert US-Vorgehen bei Iran-Gesprächen

29.04.2026 - 13:15:55 | dts-nachrichtenagentur.de

Hans-Dieter Lucas, Verhandlungsführer der Bundesregierung beim Atom-Abkommen mit dem Iran im Jahr 2015, kritisiert das Vorgehen der USA bei den aktuellen Friedensgesprächen.

Weißes Haus (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Weißes Haus (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Nuklearverhandlungen laufen anders als Immobiliendeals", sagte Lucas der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Auf der amerikanischen Seite scheint es einiges Hin und Her zu geben. Hinzu kommt, dass Expertise in Nuklearfragen unumgänglich ist", sagte der ehemalige Diplomat. Vor zehn Jahren hätten der US-Delegation hoch qualifizierte Nuklearexperten angehört. Jetzt verhandelten JD Vance, Steve Witkoff und Jared Kushner offenbar ohne große Begleitung.

Er befürchte deshalb, die Amerikaner könnten über den Tisch gezogen werden, sagte der frühere Botschafter: "Man kann nur hoffen, dass am Ende Experten auf die Vorschläge schauen. Auf der iranischen Seite sitzen jedenfalls Leute, die das Dossier bestens kennen. Der heutige iranische Außenminister Araghtschi war damals einer der Chefunterhändler." Über die iranische Seite sagte Lucas: "Ich zähle die Iraner zu den härtesten Verhandlern überhaupt. Hochintelligent, sehr geschickt [?], mit hoher Expertise. Da muss man sich sehr warm anziehen."

Hans-Dieter Lucas war bis zum vergangenen Jahr deutscher Spitzendiplomat. Er war Politischer Direktor im Auswärtigen Amt, Ständiger Vertreter Deutschlands bei der Nato und Botschafter. Das 2015 unterzeichnete und später von Donald Trump aufgekündigte Atom-Abkommen mit dem Iran sollte verhindern, dass die Iraner ihr Uran zu hoch anreichern und für militärische Zwecke nutzen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 69257916 |

Weitere Meldungen

Trump droht Iran: «NO MORE MR. NICE GUY». Dazu postet er eine Fotomontage von sich selbst im Hollywood-Stil. Im Konflikt mit dem Iran greift US-Präsident Donald Trump erneut zu Drohungen. (Ausland, 29.04.2026 - 11:37) weiterlesen...

Trump droht Iran: «NO MORE MR. NICE GUY. Dazu postet er eine Fotomontage von sich selbst im Hollywood-Stil. Im Konflikt mit dem Iran greift US-Präsident Donald Trump erneut zu Drohungen. (Ausland, 29.04.2026 - 11:21) weiterlesen...

Sanktionen gegen Banken: USA wollen Iran den Geldhahn zudrehen Die US-Regierung will verbliebene Lücken bei den Sanktionen gegen den Iran schließen und verschärft damit auch die Spannungen mit China. (Boerse, 29.04.2026 - 06:18) weiterlesen...

US-Benzinpreis steigt auf höchsten Stand seit Kriegsbeginn Ohne Aussicht auf einen schnellen Frieden im Iran ist der Benzinpreis in den USA auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn gestiegen. (Boerse, 29.04.2026 - 06:14) weiterlesen...

US-Benzinpreis steigt auf höchsten Stand seit Kriegsbeginn. Dabei hatte es Präsident Trump seinen Wählern ganz anders versprochen. Nicht nur in Deutschland, auch in den USA klettern die Spritpreise wegen des Kriegs im Iran deutlich. (Wirtschaft, 29.04.2026 - 00:56) weiterlesen...

Streit über Iran: Trump greift Merz an US-Präsident Donald Trump hat in der Auseinandersetzung über den Krieg der USA und Israels gegen den Iran Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf kritisiert."Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hält es für in Ordnung, wenn der Iran eine Atomwaffe besitzt", behauptete Trump am Dienstag auf seiner persönlichen Plattform. (Ausland, 28.04.2026 - 21:21) weiterlesen...