Venezuela, USA

Die USA haben bei einem Angriff auf Venezuela Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefasst und außer Landes gebracht.

03.01.2026 - 11:23:34

US-Angriffe auf Venezuela - was wir wissen und was nicht. Noch sind viele Fragen offen.

  • Die Spannungen zwischen Venezuela und den USA eskalieren seit Monaten. - Foto: Matias Delacroix/AP/dpa

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  • Rund um den Präsidentenpalast Miraflores wurden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht.  - Foto: Cristian Hernandez/AP/dpa

    Cristian Hernandez/AP/dpa

  • Der Verbleib von Maduro ist aktuell unklar.  - Foto: Cristian Hernandez/AP/dpa

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Die Spannungen zwischen Venezuela und den USA eskalieren seit Monaten. - Foto: Matias Delacroix/AP/dpaRund um den Präsidentenpalast Miraflores wurden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht.  - Foto: Cristian Hernandez/AP/dpaDer Verbleib von Maduro ist aktuell unklar.  - Foto: Cristian Hernandez/AP/dpa

Mehrere Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas. Die USA haben nach Angaben des US-Präsidenten Donald Trump Ziele in Venezuela angegriffen. Was bisher bekannt ist - und was nicht.

Was wir wissen

  • US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social erklärt, dass die USA Venezuela angegriffen und den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau gefasst und außer Landes gebracht haben.
  • Am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) sei Maduro von Einheiten der US-Elite-Truppe Delta Force gefangen genommen worden, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf US-Beamte.
  • Nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau soll Maduro für seine «Verbrechen» zur Rechenschaft gezogen werden.
  • Trump kündigte für 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz in Mar-a-Lago (Florida) an, auf der weitere Details bekanntgegeben werden sollen.
  • Die USA werfen Maduro seit Jahren vor, einen Machtwechsel in Caracas verhindern zu wollen, nicht rechtmäßig gewählt zu sein (Wiederwahl 2024) und in Drogengeschäfte verwickelt zu sein.
  • Washington erkennt Maduro seit 2024 nicht mehr als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas an.
  • Opfer: Bei dem US-Angriff sind nach venezolanischen Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden, die Zahl ist aber offen.
  • Laut CBS News hatte Trump bereits vor Tagen Angriffe auf Venezuela genehmigt: Ursprünglich seien Attacken an Weihnachten erwogen worden.
  • Die Pläne seien wegen anderer US-Luftschläge (Nigeria) und später wegen ungünstiger Wetterbedingungen verschoben worden, so CBS News.
  • Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersagte Flüge rund um Venezuela «in Zusammenhang mit andauernden militärischen Aktivitäten». Betroffen sind unter anderem Maiquetía (Venezuela), Curaçao, Trinidad (Piarco) und San Juan (Puerto Rico).
  • Die USA haben ihre Reisewarnungen für Venezuela auf Stufe 4 verschärft: nicht reisen. US-Bürger in Venezuela sollen zu Hause bleiben und das Land verlassen, sobald dies sicher möglich ist.
  • Die venezolanische Regierung wirft den USA eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele vor.
  • In einer offiziellen Mitteilung erklärt Caracas, die Angriffe stellten eine Verletzung der UN-Charta dar.
  • Die Regierung Venezuelas wirft den USA vor, ihnen gehe es darum, sich Bodenschätze, insbesondere die großen Ölreserven, anzueignen und einen Regierungswechsel in Caracas zu erzwingen.
  • In Caracas wurden Explosionen und Rauchsäulen beobachtet:
    • Die Luftangriffe richteten sich ersten Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen.
    • Aufnahmen in venezolanischen Medien und sozialen Netzwerken zeigen Explosionen in der Hauptstadt.
    • Mehrere Explosionen sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo sich ein Stützpunkt der Luftwaffe befindet.
    • In der Nähe des Präsidentenpalasts Miraflores waren gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte zu sehen.
  • Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela hatte sich schon in den vergangenen Monaten zugespitzt:
    • US-Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben mehrfach mutmaßliche Drogenboote an; laut US-Regierung kamen dabei mehr als 100 Menschen ums Leben.
    • US-Präsident Donald Trump bestätigte zuletzt einen Angriff auf einen angeblichen «Drogenumschlagplatz» in Venezuela.
    • Die USA bauten ihre militärische Präsenz in der Region massiv aus, darunter mit dem Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford», weiteren Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen und einem Langstreckenbomber.

Was wir nicht wissen

  • Unklar ist, wo sich Maduro zurzeit befindet.
  • Umfang, genaue Ziele und Ablauf der US-Angriffe sind offen.
  • Ort, Ablauf und rechtliche Grundlage der mutmaßlichen Festnahme sind unklar.
  • Schäden und Opferzahlen: Es gibt bisher keine verlässlichen Angaben zu der Zahl von Toten, Verletzten oder zur Zerstörung ziviler Infrastruktur.
  • Wer könnte auf Maduro folgen?
  • Die langfristigen Folgen für die regionale Sicherheit und die internationale Diplomatie sind nicht absehbar.
     
@ dpa.de

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