Die USA haben bei einem Angriff auf Venezuela Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefasst und außer Landes gebracht.
03.01.2026 - 11:23:34US-Angriffe auf Venezuela - was wir wissen und was nicht. Noch sind viele Fragen offen.
Mehrere Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas. Die USA haben nach Angaben des US-Präsidenten Donald Trump Ziele in Venezuela angegriffen. Was bisher bekannt ist - und was nicht.
Was wir wissen
- US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social erklärt, dass die USA Venezuela angegriffen und den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau gefasst und außer Landes gebracht haben.
- Am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) sei Maduro von Einheiten der US-Elite-Truppe Delta Force gefangen genommen worden, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf US-Beamte.
- Nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau soll Maduro für seine «Verbrechen» zur Rechenschaft gezogen werden.
- Trump kündigte für 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz in Mar-a-Lago (Florida) an, auf der weitere Details bekanntgegeben werden sollen.
- Die USA werfen Maduro seit Jahren vor, einen Machtwechsel in Caracas verhindern zu wollen, nicht rechtmäßig gewählt zu sein (Wiederwahl 2024) und in Drogengeschäfte verwickelt zu sein.
- Washington erkennt Maduro seit 2024 nicht mehr als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas an.
- Opfer: Bei dem US-Angriff sind nach venezolanischen Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden, die Zahl ist aber offen.
- Laut CBS News hatte Trump bereits vor Tagen Angriffe auf Venezuela genehmigt: Ursprünglich seien Attacken an Weihnachten erwogen worden.
- Die Pläne seien wegen anderer US-Luftschläge (Nigeria) und später wegen ungünstiger Wetterbedingungen verschoben worden, so CBS News.
- Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersagte Flüge rund um Venezuela «in Zusammenhang mit andauernden militärischen Aktivitäten». Betroffen sind unter anderem Maiquetía (Venezuela), Curaçao, Trinidad (Piarco) und San Juan (Puerto Rico).
- Die USA haben ihre Reisewarnungen für Venezuela auf Stufe 4 verschärft: nicht reisen. US-Bürger in Venezuela sollen zu Hause bleiben und das Land verlassen, sobald dies sicher möglich ist.
- Die venezolanische Regierung wirft den USA eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele vor.
- In einer offiziellen Mitteilung erklärt Caracas, die Angriffe stellten eine Verletzung der UN-Charta dar.
- Die Regierung Venezuelas wirft den USA vor, ihnen gehe es darum, sich Bodenschätze, insbesondere die großen Ölreserven, anzueignen und einen Regierungswechsel in Caracas zu erzwingen.
- In Caracas wurden Explosionen und Rauchsäulen beobachtet:
- Die Luftangriffe richteten sich ersten Berichten zufolge vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen.
- Aufnahmen in venezolanischen Medien und sozialen Netzwerken zeigen Explosionen in der Hauptstadt.
- Mehrere Explosionen sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo sich ein Stützpunkt der Luftwaffe befindet.
- In der Nähe des Präsidentenpalasts Miraflores waren gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte zu sehen.
- Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela hatte sich schon in den vergangenen Monaten zugespitzt:
- US-Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben mehrfach mutmaßliche Drogenboote an; laut US-Regierung kamen dabei mehr als 100 Menschen ums Leben.
- US-Präsident Donald Trump bestätigte zuletzt einen Angriff auf einen angeblichen «Drogenumschlagplatz» in Venezuela.
- Die USA bauten ihre militärische Präsenz in der Region massiv aus, darunter mit dem Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford», weiteren Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen und einem Langstreckenbomber.
Was wir nicht wissen
- Unklar ist, wo sich Maduro zurzeit befindet.
- Umfang, genaue Ziele und Ablauf der US-Angriffe sind offen.
- Ort, Ablauf und rechtliche Grundlage der mutmaßlichen Festnahme sind unklar.
- Schäden und Opferzahlen: Es gibt bisher keine verlässlichen Angaben zu der Zahl von Toten, Verletzten oder zur Zerstörung ziviler Infrastruktur.
- Wer könnte auf Maduro folgen?
- Die langfristigen Folgen für die regionale Sicherheit und die internationale Diplomatie sind nicht absehbar.







