USA, Regierung

Nach Trump-Streit: Republikanerin Greene verlässt Kongress

22.11.2025 - 03:01:56 | dpa.de

Marjorie Taylor Greene gilt im Regierungslager als rechte Hardlinerin. Sie war glühende Unterstützerin Trumps - bis es wegen des Epstein-Skandals zu einem Bruch kam. Jetzt zieht sie Konsequenzen.

Nach einem Zerwürfnis mit US-Präsident Donald Trump hat die bekannte rechte Hardlinerin Marjorie Taylor Greene ihren Rücktritt als republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus angekündigt. Sie lege ihr Amt zum 5. Januar 2026 nieder, kündigte sie in einer Video-Botschaft auf der Plattform X an. Trump hatte seiner Parteifreundin Greene vor einer Woche seine Unterstützung entzogen und sie als «durchgeknallt» bezeichnet. 

Hintergrund war ein öffentlich ausgetragener Streit um die Veröffentlichung aller Akten zum Fall um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Greene ging dabei gegenüber dem Präsidenten auf Konfrontationskurs. Trump hatte die Veröffentlichung der Unterlagen zunächst vehement abgelehnt, er lenkte jedoch schließlich ein, als absehbar wurde, dass sich im Repräsentantenhaus eine überparteiliche Mehrheit dafür finden würde.

Greene erlangte nach ihrem Einzug ins Parlament 2021 schnell landesweit Bekanntheit als eine der führenden Hardlinerinnen des rechten Flügels ihrer Partei. Über Jahre hinweg tat sie sich als glühende Unterstützerin Trumps hervor und vertrat erzkonservative Positionen - etwa im Abtreibungs- und Waffenrecht sowie in der Einwanderungspolitik. Die Abgeordnete aus dem südlichen Bundesstaat Georgia äußerte sich dabei auch immer wieder gewaltverherrlichend und rassistisch.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.

Weitere Meldungen

Trumps Rede im Faktencheck: Wo die Erfolgsbilanz wackelt Trumps großer Auftritt vor dem US-Kongress: Was stimmt wirklich an seinen Erfolgsstorys? Das dpa-Faktencheck-Team zeigt, wo Rede und Realität teils auseinanderklaffen. (Ausland, 25.02.2026 - 09:05) weiterlesen...

Trumps Rede zur Lage der Nation: Was er sagte und was nicht. Manche Themen sprach er wie erwartet an – interessant ist aber auch, was er ausließ. Fast zwei Stunden lang redet US-Präsident Trump vor dem Kongress und stellte damit einen neuen Rekord auf. (Ausland, 25.02.2026 - 08:16) weiterlesen...

Demokratischer Senator Padilla vergleicht Trump mit Diktator. Sie fürchten auch um die Integrität der kommenden Wahl. Nachdem Trump in seiner Rede zur Lage der Nation viel Lob für den eigenen Kurs gefunden hat, greifen die Demokraten ihn scharf an. (Ausland, 25.02.2026 - 07:19) weiterlesen...

Trump beschwört seinen Zoll- und Migrationskurs. In seiner Rede zur Lage der Nation tritt er die Flucht nach vorne an - in einigen Monaten stehen in den USA wieder Wahlen an. Donald Trump geriet zuletzt innenpolitisch zunehmend unter Druck. (Ausland, 25.02.2026 - 05:53) weiterlesen...

Trump: Werden keine iranische Atombombe zulassen. Zuletzt gab es Spekulationen über einen möglichen US-Angriff auf den Iran. Washington und Teheran verhandeln über das umstrittene iranische Atomprogramm - bislang ohne greifbare Erfolge. (Ausland, 25.02.2026 - 04:55) weiterlesen...

Trump fordert Finanzierung für Heimatschutzministerium. Das hat mit den umstrittenen Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE zu tun. Trump sieht einen Verantwortlichen. Das Heimatschutzministerium ist seit mehr als einer Woche ohne frisches Geld. (Ausland, 25.02.2026 - 04:24) weiterlesen...