Nahost, Israel

Indonesien zu Gaza-Mission: Truppen sollen nicht kämpfen

15.02.2026 - 12:27:06 | dpa.de

Indonesien will Tausende Soldaten in den Gazastreifen schicken – jedoch nicht zum Kämpfen. Welche Aufgaben genau die von US-Präsident Trump anvisierten Truppen dort übernehmen sollen, ist noch unklar.

Indonesien zeigt sich bereit, tausende Soldaten nach Gaza zu entsenden - für humanitäre Hilfe und Wiederaufbau des zerstörten Küstenstreifens. (Archivbild) - Foto: Tatan Syuflana/AP/dpa

Indonesiens Militär hat seine Rolle in den geplanten Friedenstruppen für den Gazastreifen konkretisiert. «Indonesisches Personal wird nicht an Kampfhandlungen oder Aktionen beteiligt sein, die zu einer direkten Konfrontation mit bewaffneten Parteien führen», erklärte das Außenministerium. 

Die Streitkräfte sollen ausschließlich für humanitäre Anliegen und Stabilisierungsaufgaben wie Zivilschutz, medizinische Hilfe, Wiederaufbauhilfe oder die Ausbildung der palästinensischen Polizei eingesetzt werden, hieß es. Gewalt dürfe nur zur Selbstverteidigung oder zur Aufrechterhaltung des Missionsauftrags und nur «als letztes Mittel» eingesetzt werden.

Jakarta werde das Kommando über die eigenen Truppen behalten, der Einsatz solle in Einklang mit der Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrates, internationalen Gesetzen und der Außenpolitik des Landes erfolgen. Indonesien werde seine Truppen abziehen, falls die Mission von den nationalen Einsatzbedingungen abweiche, erklärte das Ministerium weiter. Auch werde sich Indonesien gegen jegliche Zwangsumsiedlungen oder demografische Veränderungen, die Palästinenser betreffen, stellen. 

Trumps «Friedensrat» könnte bald tagen - Details unklar

Das südostasiatische Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung hatte seine Bereitschaft signalisiert, Soldaten in den Gazastreifen zu entsenden. Nicht entschieden ist die geplante Truppenstärke: Zur Entsendung in Aussicht gestellt worden sind 5.000 bis 8.000 Soldaten. 

Laut dem Plan von US-Präsident Donald Trump soll ein sogenannter Friedensrat eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. US-Medienberichten zufolge soll das umstrittene Gremium erstmals am 19. Februar in Washington zusammenkommen. Unklar ist bisher, welche Aufgaben die Stabilisierungstruppen übernehmen sollen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
ausland | 68582788 |

Weitere Meldungen

Trump droht «extrem harte» Angriffe an – Iran droht zurück. Gleichzeitig kommen von beiden Seiten Eskalationsdrohungen. Kurz vor Ostern zieht US-Präsident Trump eine Zwischenbilanz nach fünf Wochen Iran-Krieg und stellt erneut ein baldiges Ende in Aussicht. (Ausland, 02.04.2026 - 13:51) weiterlesen...

Das fiel bei Trumps Iran-Rede an die Nation auf. Nun wendet sich Trump mit Zuversicht und Selbstlob in einer Rede ans eigene Land. Spannend ist dabei auch, was er nicht sagt. Vor mehr als einem Monat haben die USA und Israel den Iran-Krieg begonnen. (Ausland, 02.04.2026 - 05:35) weiterlesen...

Trump zu Energieengpässen: Kauft US-amerikanisches Öl. Trump will betroffene Länder nun ins Geschäft mit seinem eigenen Land bringen. Die gesperrte Straße von Hormus führt zu globalen Öl-Engpässen. (Ausland, 02.04.2026 - 03:45) weiterlesen...

Trump: Hauptziele im Iran nahezu erreicht. Nun wendet sich Trump mit einer Rede ans eigene Land. Vor mehr als einem Monat haben die USA und Israel ihre Angriffe gegen den Iran begonnen. (Ausland, 02.04.2026 - 03:33) weiterlesen...

Trump spricht von Nato-Austritt: «Papiertiger». Er nennt das Bündnis einen «Papiertiger». Von seinem Außenminister Marco Rubio kommen ähnliche Aussagen. US-Präsident Donald Trump stellt die Nato-Mitgliedschaft der USA infrage. (Ausland, 01.04.2026 - 11:41) weiterlesen...

Palästinenser protestieren gegen Israels Todesstrafgesetz. Palästinenser protestieren gegen das neue israelische Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen. Ein Generalstreik legt das Westjordanland und Ost-Jerusalem lahm. (Ausland, 01.04.2026 - 11:35) weiterlesen...