Ukraine, Russland

Ukraine-Verhandlungen am zweiten Tag auch über Gebietsfragen

24.01.2026 - 12:26:14 | dpa.de

In Abu Dhabi hat der zweite Verhandlungstag bei den Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs begonnen. Es geht dabei auch um die Schlüsselfrage von Gebietsabgaben. Ist eine Lösung möglich?

Rustem Umjerow ist Chef der ukrainischen Verhandlungsdelegation in Abu Dhabi, die über die russischen Bedingungen für ein Ende des Kriegs verhandelt.  - Bild: Wiktor Dabkowski/ZUMA Press Wire/dpa
Rustem Umjerow ist Chef der ukrainischen Verhandlungsdelegation in Abu Dhabi, die über die russischen Bedingungen für ein Ende des Kriegs verhandelt. - Bild: Wiktor Dabkowski/ZUMA Press Wire/dpa

Die Verhandlungen über eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine haben nach Medieninformationen am zweiten Tag auch mit Gesprächen über das heikle Thema Gebietsabtretungen begonnen. Mehrere Dokumente würden studiert und erörtert, hieß es der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge aus russischen Delegationskreisen. «Sowohl Territorien als auch (Sicherheits-)Garantien und andere Aspekte», zitierte die Agentur ihren Informanten.

Das Thema Gebietsabtretungen ist eins der heikelsten bei den Gesprächen über einen Frieden. Russland fordert neben den ohnehin schon besetzten Gebieten im Osten der Ukraine weitere Landstriche, konkret die auch nach knapp vier Jahren noch nicht eroberten Reste des Gebietes Donezk, für sich ein. Die Ukraine wiederum lehnt einen einseitigen Rückzug aus der Region ab.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Februar 2012 die Invasion der Ukraine befohlen mit der Begründung, dass die eigene nationale Sicherheit durch den geplanten Nato-Beitritt des Nachbarn gefährdet sei. Eine Besetzung ukrainischer Gebiete sei nicht geplant, sagte er zu Kriegsbeginn. 

Bei den Verhandlungen in Abu Dhabi, wo nun russische und ukrainische Unterhändler nach längerer Pause auch wieder direkt miteinander reden, beharrt Moskau neben dem Verzicht Kiews auf den Nato-Beitritt auch auf größere Gebiete des Nachbarlands. Sollte es keine diplomatische Lösung geben, werde Russland sein Ziel auf militärischem Weg erreichen, heißt es dazu aus Moskau.

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