Iran, USA

Iranisches Fernsehen: Indirekte Verhandlungen mit den USA

06.02.2026 - 11:12:54 | dpa.de

Im Oman wollen sich heute Vertreter des Irans und der USA zu Gesprächen treffen. Zum Beginn des Treffens herrschte zunächst Verwirrung. Nun gibt es etwas Klarheit.

Außenminister Abbas Araghtschi führt die iranische Verhandlungsdelegation an. (Archivbild) - Foto: Marwan Naamani/dpa

Die für heute geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben nach iranischer Darstellung in einem indirekten Format begonnen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sei auf dem Weg zu einem zweiten Treffen mit seinem omanischen Amtskollegen Badr al-Bussaidi, berichtete eine Korrespondentin des Staatsfernsehens aus der omanischen Hauptstadt Maskat. Zuvor hatte auch das omanische Staatsfernsehen den Beginn der Gespräche knapp vermeldet.

Das Außenministerium in Maskat teilte mit, al-Bussaidi habe sich jeweils separat mit Araghtschi sowie der US-Delegation um den US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, getroffen. «Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen (...)», hieß es in der Mitteilung. Ob es am Freitag auch noch zu direkten Verhandlungen zwischen Araghtschi und Witkoff kommt, blieb zunächst unklar.

Regionale Staaten vermitteln zwischen USA und Iran

Die Sorgen vor einem neuen Krieg waren zuletzt gewachsen. US-Präsident Donald Trump hatte der Staatsführung in Teheran mehrfach gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten. Dabei sollen Tausende Menschen getötet worden sein. Das US-Militär hat seine Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut, etwa mit dem Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» und dessen Begleitschiffen.

Regionale Mächte wie die Türkei, Saudi-Arabien und Katar hatten in den vergangenen Tagen intensiv vermittelt. Ihre Regierungen unterhalten pragmatische Beziehungen zum Iran und haben kein Interesse an einem regionalen Krieg, dessen Folgen auch sie treffen würden.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
ausland | 68557298 |

Weitere Meldungen

Berichte: Iran schießt US-Kampfjet ab - Crewmitglied gerettet Ein US-Kampfflugzeug des Typs F-15E wurde am Freitag über dem Iran abgeschossen. (Ausland, 03.04.2026 - 21:17) weiterlesen...

US-Kampfjet abgeschossen - Verhandlungslösung nicht in Sicht Neue Angriffe, keine Annäherung: Während die USA nach vermissten Piloten suchen, bleibt die Hoffnung auf Frieden im Iran-Krieg vage. (Ausland, 03.04.2026 - 17:50) weiterlesen...

Energiekrise: Pakistan reagiert mit kostenlosem Nahverkehr. In Pakistan hebt die Regierung daher jetzt die Spritpreise massiv an und macht in manchen Städten den öffentlichen Nahverkehr kostenlos. Asien ist von Energielieferungen vom Golf besonders abhängig. (Wirtschaft, 03.04.2026 - 15:56) weiterlesen...

Netanjahu kündigt weitere Angriffe im Iran an Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat weitere gemeinsame Angriffe mit den USA auf die Infrastruktur des Iran angekündigt. (Boerse, 03.04.2026 - 15:28) weiterlesen...

Trump droht Teheran – Verhandlungslösung nicht in Sicht Raketenangriffe, blockierte Schifffahrtswege und diplomatischer Stillstand: Im Iran-Krieg bleibt eine schnelle Lösung auch nach fünf Wochen in weiter Ferne. (Ausland, 03.04.2026 - 15:10) weiterlesen...

Röttgen gegen Macrons Verhandlungsvorschlag zur Straße von Hormus Der CDU-Außenpolitiker und stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion Norbert Röttgen hat sich ablehnend zum Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron geäußert, mit dem Iran über die Öffnung der Straße von Hormus zu verhandeln."Die Kontrolle über die Straße von Hormus entscheidet strategisch über Sieg und Niederlage in diesem Krieg", sagte Röttgen der FAZ. (Ausland, 03.04.2026 - 13:00) weiterlesen...