USA, Israel

USA: Israel hat wichtige Ziele im Libanon erreicht

21.11.2024 - 01:38:17

Heute will US-Vermittler Hochstein den israelischen Regierungschef Netanjahu treffen. Thema: Wie kann schnell eine Waffenruhe im Libanon erreicht werden?

Die US-Regierung geht nach eigenen Angaben davon aus, dass Israel im Kampf gegen die Hisbollah im Libanon wichtige Ziele erreicht hat und daher ein Ende des Kriegs nahe sein könnte. Israels Armee habe die Infrastruktur der Miliz in Grenznähe «wirklich sehr wirkungsvoll beseitigt», sagte Außenministeriums-Sprecher Matthew Miller in Washington. Deshalb sei die Hoffnung, «dass wir jetzt eine diplomatische Lösung finden können». Diese müsste es den libanesischen Streitkräften ermöglichen, im Grenzgebiet zu patrouillieren, um die Rückkehr der Hisbollah dort zu verhindern. 

Derzeit versucht der US-Vermittler Amos Hochstein vor Ort Gespräche über eine Waffenruhe voranzubringen. Heute soll er Medienberichten zufolge unter anderen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu treffen. Bei dem Gespräch dürfte es um einen US-Entwurf für eine Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz gehen. Die Hisbollah sieht in dem Entwurf laut Berichten eine Basis für Verhandlungen. 

Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge sieht der US-Vorschlag vor, dass Israel und die Hisbollah ihre Angriffe zunächst für 60 Tage aussetzen. Die israelische Armee soll dann abziehen und die libanesische Armee an der Grenze stationiert werden. Hält die Waffenruhe, sollen Israel und der Libanon Verhandlungen über die vollständige Umsetzung der UN-Resolution 1701 führen. Diese sieht unter anderem einen Rückzug der Hisbollah-Miliz hinter den Litani-Fluss vor, der etwa 30 Kilometer von der faktischen Grenze zu Israel entfernt ist.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Palästinensische Technokratenregierung trifft sich in Kairo. Im Fokus stehen Verwaltung des täglichen Lebens und Wiederaufbau nach zwei Jahren Krieg. In Kairo berät die neue palästinensische Technokratenregierung erstmals über die Zukunft des Gazastreifens. (Ausland, 15.01.2026 - 20:11) weiterlesen...

US-Sondergesandter verkündet zweite Phase des Gaza-Plans Steve Witkoff, Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump, hat am Mittwoch mitgeteilt, dass die zweite Phase des Gaza-Plans nun starten soll."Heute geben wir im Namen von Präsident Trump den Start der zweiten Phase des 20-Punkte-Plans des Präsidenten zur Beendigung des Gaza-Konflikts bekannt, die von einem Waffenstillstand zu Entmilitarisierung, technokratischer Regierungsführung und Wiederaufbau übergeht", schrieb er auf der Plattform X.Die zweite Phase sehe die Einrichtung einer technokratischen Übergangsverwaltung der Palästinenser im Gazastreifen sowie die Errichtung des Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens (NCAG) vor und leite die "vollständige Entmilitarisierung" und den Wiederaufbau des Gazastreifens ein. (Ausland, 14.01.2026 - 18:26) weiterlesen...

Iran wirft USA und Israel Einflussnahme auf Proteste vor Die iranische Regierung hat ihren Erzfeinden Israel und den USA eine Einmischung in die landesweiten Demonstrationen vorgeworfen. (Boerse, 12.01.2026 - 13:09) weiterlesen...

Polizeigewalt kann Proteste im Iran nicht stoppen. Warnungen des Irans und der USA lassen Sorgen vor einer regionalen Ausweitung wachsen. Selbst Todesdrohungen der Führung halten Menschen im Iran nicht zurück, weiter auf die Straßen zu gehen. (Ausland, 11.01.2026 - 17:19) weiterlesen...

Iran: Kein Ende der Proteste in Sicht - Sorge vor Ausweitung. Warnungen des Irans und der USA lassen Sorgen vor einer regionalen Ausweitung wachsen. Selbst Todesdrohung der Führung halten Menschen im Iran nicht zurück, weiter auf die Straßen zu gehen. (Ausland, 11.01.2026 - 15:14) weiterlesen...

CDU-Außenpolitiker hält US-Eingreifen im Iran für wahrscheinlich Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran hält der Außenexperte der Union, Peter Beyer (CDU), ein Eingreifen der USA und Israels für möglich. (Ausland, 11.01.2026 - 12:19) weiterlesen...