Iran, USA

Berichte: Trump schickt Witkoff nicht nach Pakistan

25.04.2026 - 18:10:35 | dpa.de

Erst am Freitag verkündete das Weiße Haus die Reise einer US-Delegation nach Pakistan für Gespräche zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran - nun kommt es anders.

  • Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nun zunächst doch nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa
    Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nun zunächst doch nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa
  • Bleiben nun doch zu Hause: Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa
    Bleiben nun doch zu Hause: Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa
Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nun zunächst doch nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa Bleiben nun doch zu Hause: Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa

Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es erneut einen Rückschlag: US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns, Jared Kushner, nach Pakistan zunächst abgesagt. Er habe seiner Delegation gesagt, sie sollten nicht fliegen, zitierte der US-Sender Fox News Trump. «Axios»-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X ebenfalls, Trump habe ihn in einem Telefoninterview über die Absage der Reise informiert und das mit den Positionen der Iraner in den diplomatischen Bemühungen begründet.

«Ich habe meinen Leuten vor kurzem gesagt, sie bereiteten sich gerade auf die Abreise vor, und ich habe gesagt: "Nein, ihr werdet keinen 18-Stunden-Flug machen, um dorthin zu gehen"», zitierte Fox News den US-Präsidenten. Die USA hielten alle Trümpfe in der Hand. «Sie können uns jederzeit anrufen, aber ihr werdet keine 18-Stunden-Flüge mehr machen, um herumzusitzen und über nichts zu reden», sagte Trump demnach. 

Kurz zuvor hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen, der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sei wieder aus Islamabad abgereist, ohne US-Vertreter zu treffen. 

Was eigentlich geplant war

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hatte erst am Freitag angekündigt, dass Kushner und Witkoff am Samstagmorgen (Ortszeit Washington) nach Pakistan aufbrechen würden. Die Iraner hätten darum gebeten, persönlich zu sprechen, betonte sie.

Araghtschi war am Freitagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Aus dem Iran wurde die Darstellung des Weißen Hauses jedoch zurückgewiesen: Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte, es sei kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant - nur mit den pakistanischen Vermittlern werde gesprochen. 

An diesem Samstag traf Araghtschi dann nach Angaben des Staatssenders Irib in Islamabad zunächst den pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen zur Beilegung des Kriegs spielt. Später sprach Araghtschi auch mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shebaz Sharif, wie dessen Büro mitteilte.

Was die US-Absage bedeutet

Dass die US-Vertreter nun gar nicht erst anreisen, unterstreicht, wie schwierig allein das Zustandekommen diplomatischer Gespräche zwischen den USA und dem Iran aktuell ist. 

Trump hatte am Dienstag einseitig die Waffenruhe mit dem Iran verlängert, ohne dabei ein klares Ende zu nennen. Kurz zuvor hatte der Iran einer Teilnahme an weiteren Verhandlungen in Pakistan eine Absage erteilt. Das Nachbarland des Irans vermittelt in dem Konflikt. 

Verhandler der Konfliktparteien hatten sich in Islamabad vor zwei Wochen für eine erste direkte Gesprächsrunde getroffen - sie endete allerdings ohne Ergebnis. Zentrale Streitpunkte zwischen den USA und dem Iran sind das iranische Atomprogramm und die Sperrung der Straße von Hormus.

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