Iran, USA

Trump: Habe Reise der US-Delegation nach Pakistan abgesagt

25.04.2026 - 19:03:18 | dpa.de

Erst am Freitag verkündete das Weiße Haus die Reise einer US-Delegation nach Pakistan für Gespräche zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran - nun kommt es anders.

  • Bleiben nun doch zu Hause: Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa
    Bleiben nun doch zu Hause: Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa
  • Nach Trumps Ansicht haben die USA alle Karten in der Hand.  - Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
    Nach Trumps Ansicht haben die USA alle Karten in der Hand. - Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
  • Nach Trumps Ansicht haben die USA alle Trümpfe in der Hand.  - Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
    Nach Trumps Ansicht haben die USA alle Trümpfe in der Hand. - Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
Bleiben nun doch zu Hause: Jared Kushner und Steve Witkoff reisen nicht nach Pakistan. (Archivbild) - Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/dpa Nach Trumps Ansicht haben die USA alle Karten in der Hand.  - Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa Nach Trumps Ansicht haben die USA alle Trümpfe in der Hand.  - Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es erneut einen Rückschlag: US-Präsident Donald Trump hat die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns, Jared Kushner, nach Pakistan abgesagt. «Zu viel Zeitverschwendung durch das Reisen, zu viel Arbeit!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und das Weiße Haus angekündigt hatte, am Samstag eine Delegation dorthin zu entsenden.

Trump schrieb nun auf Truth Social mit Blick auf die Islamische Republik, es gebe «innerhalb ihrer "Führung" enorme interne Streitigkeiten und Verwirrung.» Niemand wisse, wer das Sagen habe, «nicht einmal sie selbst». Die USA hielten alle Trümpfe in der Hand. «Wenn sie sprechen wollen, müssen sie nur anrufen!!!»

Trump: Über Wiederaufnahme des Kriegs noch nicht nachgedacht

Zuvor hatten bereits der US-Sender Fox News und das Nachrichtenportal «Axios» Trump mit ähnlichen Aussagen zitiert. «Ich habe meinen Leuten vor kurzem gesagt, sie bereiteten sich gerade auf die Abreise vor, und ich habe gesagt: "Nein, ihr werdet keinen 18-Stunden-Flug machen, um dorthin zu gehen"», sagte Trump Fox News nach Angaben des Senders. 

«Axios» fragte Trump in einem Telefoninterview, ob die Absage der Reise bedeute, dass er den Krieg nun wieder aufnehmen werde. Der US-Präsident sagte demnach: «Nein. Das bedeutet es nicht. Wir haben noch nicht darüber nachgedacht.»

Kurz zuvor hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen, der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sei wieder aus Islamabad abgereist, ohne US-Vertreter zu treffen. 

Was eigentlich geplant war

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hatte erst am Freitag angekündigt, dass Kushner und Witkoff am Samstagmorgen (Ortszeit Washington) nach Pakistan aufbrechen würden. Die Iraner hätten darum gebeten, persönlich zu sprechen, betonte sie.

Araghtschi war am Freitagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Aus dem Iran wurde die Darstellung des Weißen Hauses jedoch zurückgewiesen: Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte, es sei kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant - nur mit den pakistanischen Vermittlern werde gesprochen. 

An diesem Samstag traf Araghtschi dann nach Angaben des Staatssenders Irib in Islamabad zunächst den pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen zur Beilegung des Kriegs spielt. Später sprach Araghtschi auch mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shebaz Sharif, wie dessen Büro mitteilte.

Was die US-Absage bedeutet

Dass die US-Vertreter nun gar nicht erst anreisen, unterstreicht, wie schwierig allein das Zustandekommen diplomatischer Gespräche zwischen den USA und dem Iran aktuell ist. 

Trump hatte am Dienstag einseitig die Waffenruhe mit dem Iran verlängert, ohne dabei ein klares Ende zu nennen. Kurz zuvor hatte der Iran einer Teilnahme an weiteren Verhandlungen in Pakistan eine Absage erteilt. Das Nachbarland des Irans vermittelt in dem Konflikt. 

Verhandler der Konfliktparteien hatten sich in Islamabad vor zwei Wochen für eine erste direkte Gesprächsrunde getroffen - sie endete allerdings ohne Ergebnis. Zentrale Streitpunkte zwischen den USA und dem Iran sind das iranische Atomprogramm und die Sperrung der Straße von Hormus.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 69242508 |

Weitere Meldungen

US-Verhandler fliegen doch nicht nach Pakistan - Iraner abgereist US-Präsident Donald Trump hat die Reise seiner Chef-Verhandler Jared Kushner und Steve Witkoff in Pakistans Hauptstadt Islamabad kurzfristig abgesagt. (Ausland, 25.04.2026 - 18:42) weiterlesen...

Berichte: Trump schickt Witkoff nicht nach Pakistan Erst am Freitag verkündete das Weiße Haus die Reise einer US-Delegation nach Pakistan für Gespräche zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran - nun kommt es anders. (Ausland, 25.04.2026 - 18:10) weiterlesen...

Kreise: Irans Außenminister reist aus Pakistan ab Eine US-Delegation sollte nach Pakistan aufbrechen - doch ein Vertreter des Irans hat die pakistanische Hauptstadt Islamabad bereits verlassen. (Ausland, 25.04.2026 - 17:55) weiterlesen...

Gespräche zu Iran-Konflikt mit vielen Unwägbarkeiten. Doch noch ist unklar, wer genau mit wem und wann spricht. Pakistan ist wieder Schauplatz der Versuche, den Krieg zwischen den USA, Israel und Iran zu beenden. (Ausland, 25.04.2026 - 14:37) weiterlesen...

Irans Außenminister in Pakistan - Treffen mit US-Team unsicher Der iranische Außenminister Abbas Araghchi ist zu Gesprächen in Pakistan eingetroffen, während eine US-Delegation unter der Leitung von Steve Witkoff und Jared Kushner ebenfalls an diesem Wochenende erwartet wird.Stand Samstagmittag gab es jedoch noch keine offiziellen Pläne für direkte Verhandlungen zwischen den USA und Iran in Islamabad. (Ausland, 25.04.2026 - 12:45) weiterlesen...

Iran meldet große Raketenreserven trotz Schäden Der Iran verfügt nach Darstellung des Verteidigungsministeriums weiterhin über einen erheblichen Teil seiner Raketenkapazitäten, die im bisherigen Konfliktverlauf mit den USA und Israel nicht zum Einsatz kamen. (Boerse, 25.04.2026 - 12:40) weiterlesen...