Europa, EU

Ermittlungen gegen EU-Kommission wegen Immobilienverkäufen

12.02.2026 - 15:11:32 | dpa.de

Ein Hunderte Millionen schwerer Immobiliendeal zwischen der EU-Kommission und Belgien ruft die Europäische Staatsanwaltschaft auf den Plan. Die Behörde sammelt Beweise - es gibt Durchsuchungen.

  • Die EU-Kommission bestätigte die Ermittlungen in Brüssel. (Symbolbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa
    Die EU-Kommission bestätigte die Ermittlungen in Brüssel. (Symbolbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa
  • Die EU-Kommission bestätigte die Ermittlungen in Brüssel. (Symbolbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa
    Die EU-Kommission bestätigte die Ermittlungen in Brüssel. (Symbolbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa
Die EU-Kommission bestätigte die Ermittlungen in Brüssel. (Symbolbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa Die EU-Kommission bestätigte die Ermittlungen in Brüssel. (Symbolbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa

Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) ermittelt gegen die Europäische Kommission. Es geht um den Verkauf von Immobilien an den belgischen Staat, wie die Europäische Kommission selbst bestätigte. In Räumen der Brüsseler Behörde gab es laut informierten Kreisen Durchsuchungen. Auch bei der belgischen staatlichen Investmentgesellschaft SFPIM, über die der Immobiliendeal lief, fanden Durchsuchungen statt, wie sie bestätigte. EPPO teilte darüber hinaus mit, dass sie im Rahmen einer laufenden Untersuchung Beweismittel sammele.

Ein Sprecher der Kommission teilte mit, man habe Kenntnis von den laufenden Ermittlungen. Demnach gehe es um den Verkauf von 23 Gebäuden der Kommission an den belgischen Staat im Jahr 2024. Damals hatte die EU-Kommission angekündigt, dass der belgische Staatsfonds die Gebäude für einen Betrag von 900 Millionen Euro erwerben werde. Der Verkauf werde eine Umgestaltung des Europaviertels in einen modernen, attraktiven und grüneren Stadtteil ermöglichen, hieß es in der Mitteilung Ende April 2024. 

Zuvor hatte es laut der Mitteilung eine öffentliche Ausschreibung gegeben, die der belgische Staatsfonds gewann. Die Europäische Kommission hatte sich damals zum Ziel gesetzt, ihre Bürofläche bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren. 

EU-Kommission: Verfahren war ordnungsgemäß 

Der Sprecher der EU-Kommission teilte nun mit, man sei zu Transparenz und Rechenschaftspflicht verpflichtet und werde uneingeschränkt mit der EPPO sowie den zuständigen belgischen Behörden zusammenarbeiten. Zudem hieß es: «Nach Kenntnis der Europäischen Kommission erfolgte der Verkauf der Gebäude gemäß den festgelegten Verfahren und Protokollen, und wir sind zuversichtlich, dass der Prozess ordnungsgemäß durchgeführt wurde.»

Die belgische Investmentgesellschaft teilte mit, dass ihre Geschäftstätigkeit normal weiterlaufe. Sie kooperiere uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden.

Die EPPO wollte zunächst keine weiteren Details zu der Untersuchung nennen, «um die laufenden Verfahren und deren Ergebnis nicht zu gefährden». Die Institution ermittelt und verfolgt Straftaten, die die finanziellen Interessen der Europäischen Union betreffen.

de | ausland | 68575784 |

Weitere Meldungen

Wie Wasserzeichen in der EU bald KI-Inhalte markieren sollen. Für mehr Klarheit soll das KI-Gesetz der EU sorgen. KI oder echtes Foto? Wer im Internet unterwegs ist, stolpert regelmäßig über Inhalte die täuschend echt aussehen, es aber nicht sind. (Wissenschaft, 10.06.2026 - 17:37) weiterlesen...

EU-Einigung: Schnellverfahren für Aufrüstungsprojekte kommt. Die Industrie beklagte bislang oft bürokratische Hürden. Nun soll es mehr Tempo geben. In Reaktion auf russische Bedrohungen und Provokationen will die EU Abschreckung und Verteidigung stärken. (Ausland, 10.06.2026 - 12:26) weiterlesen...

EU-Zwangsmaßnahme: WhatsApp muss andere KI-Anbieter zulassen. Andere Anbieter müssen zahlen. Brüssel fürchtet bleibende Nachteile - und greift ein. Der Messenger-Marktführer WhatsApp bietet Nutzern die Künstliche Intelligenz «Meta AI» an. (Wissenschaft, 09.06.2026 - 17:23) weiterlesen...

Moskau lässt Europäer und Ukraine abblitzen. Der Kreml zeigt aber weiter keinerlei Interesse daran. Mit Unterstützung führender europäischer Staaten startet der ukrainische Präsident eine neue Initiative für Friedensverhandlungen. (Ausland, 08.06.2026 - 14:54) weiterlesen...

Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf. Drei europäische Länder und die Ukraine wollen sie wieder in Gang bringen. Sie nennen Putin fünf Voraussetzungen dafür. Die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges liegen auf Eis. (Ausland, 07.06.2026 - 23:17) weiterlesen...

Europäer wollen Ukraine-Diplomatie wieder in Gang bringen. Nun bemühen sich die Europäer um neue Impulse. Die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges liegen auf Eis, die USA scheinen das Interesse daran zu verlieren. (Ausland, 07.06.2026 - 20:14) weiterlesen...