Iran, USA

DIHK warnt vor wachsenden wirtschaftlichen Risiken durch Iran-Krieg

04.03.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

DIHK-Präsident Peter Adrian hat sich besorgt über die wirtschaftlichen Risiken des Irankriegs und insbesondere den geringen Füllstand der deutschen Gasspeicher geäußert.

Container (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Container (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts sind für die deutschen Unternehmen noch nicht abschließend absehbar - aber die Risiken steigen spürbar", sagte Adrian der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

"Während die Ölpreise an der Börse bislang vergleichsweise moderat reagieren, sehen wir bei den Gaspreisen bereits deutliche Ausschläge", so der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Kurzfristig dürfte sich das für die meisten Betriebe und auch für private Haushalte nicht unmittelbar bemerkbar machen, weil Gaslieferungen an Endkunden überwiegend über langfristige Verträge abgesichert seien. "Hält die Krise jedoch an, werden Neuverträge deutlich teurer. Dann schlagen die Belastungen mit voller Wucht in der Wirtschaft durch", sagte Adrian.

"Mit Sorge blicken wir zudem auf die anstehende Wiederbefüllung der weitgehend leeren Gasspeicher. Wenn dies nur zu erheblich höheren Kosten gelingt, drohen auch im kommenden Winter dauerhaft hohe Gaspreise. Das würde die Wettbewerbsfähigkeit vieler energieintensiver Betriebe weiter schwächen", warnte der DIHK-Chef.

"Beim Öl zeigt sich die Entwicklung deutlich schneller: Steigende Weltmarktpreise kommen unmittelbar an der Tankstelle an", so Adrian. Hier gebe es kurzfristig kaum Alternativen. "Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen - im Handwerk, im Handel oder in der Logistik - sind höhere Spritpreise eine direkte und kaum vermeidbare Belastung. Sie können diese zusätzlichen Kosten nur sehr eingeschränkt an ihre Kunden weitergeben. Das erhöht den Druck auf die Unternehmen."

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 68632333 |

Weitere Meldungen

Unklare Lage bei Verhandlungen um Iran-Konflikt. Kanzler Merz will den Iranern ein Lockangebot machen. Verwirrung um Gespräche zwischen dem Iran und den USA: Während Washington von Verhandlungen spricht, dementiert Teheran direkte Treffen. (Ausland, 25.04.2026 - 06:24) weiterlesen...

Unklare Lage bei Verhandlungen um Iran-Konflikt. Kanzler Merz will den Iranern ein Lockangebot machen. Verwirrung um Gespräche zwischen dem Iran und den USA: Während Washington von Verhandlungen spricht, dementiert Teheran direkte Treffen. (Ausland, 25.04.2026 - 02:21) weiterlesen...

Pistorius verlegt Minensucher vorsorglich ins Mittelmeer. Der Verteidigungsminister will dafür sorgen, dass es im Fall einer Entscheidung schnell geht. Deutschland hat angeboten, nach dem Iran-Krieg bei der Sicherung der Straße von Hormus zu helfen. (Politik, 25.04.2026 - 00:01) weiterlesen...

Schiff Hapag-Lloyds hat den Persischen Golf verlassen. Wann genau das Containerschiff die gefährliche Straße von Hormus durchfahren hat, will die Hamburger Reederei nicht sagen. Am 7. April steckte es dem Konzern zufolge noch im Golf fest. Schiff Hapag-Lloyds hat den Persischen Golf verlassen (Wirtschaft, 24.04.2026 - 15:17) weiterlesen...

Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe-Verlängerung. Doch die Waffenruhe bleibt brüchig, wie neue gewaltsame Vorfälle zeigen. US-Präsident Trump hat angekündigt, dass die Feuerpause zwischen Israel und der Hisbollah verlängert wird. (Ausland, 24.04.2026 - 11:17) weiterlesen...

Trump: Atomwaffeneinsatz ist tabu - auch für die USA US-Präsident Donald Trump schließt einen Einsatz von Atomwaffen im laufenden Krieg mit dem Iran aus und hält ihn auch ganz generell für unzulässig - egal durch welches Land. (Boerse, 24.04.2026 - 06:15) weiterlesen...