USA, Migration

Tödliche Schüsse: Trump verteidigt Einwanderungsbeamten

07.01.2026 - 22:43:44 | dpa.de

Bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis fallen Schüsse, eine Frau stirbt. Trump spricht von Selbstverteidigung. Dem widersprechen lokale Behörden.

  • Frau stirbt nach Schüssen eines ICE-Beamten in Minneapolis - Foto: Tom Baker/AP/dpa
    Frau stirbt nach Schüssen eines ICE-Beamten in Minneapolis - Foto: Tom Baker/AP/dpa
  • Frau stirbt nach Schüssen eines ICE-Beamten in Minneapolis - Foto: Alex Kormann/Star Tribune via AP/dpa
    Frau stirbt nach Schüssen eines ICE-Beamten in Minneapolis - Foto: Alex Kormann/Star Tribune via AP/dpa
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Nach tödlichen Schüssen eines Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE auf eine Frau in Minneapolis hat US-Präsident Donald Trump den Schützen verteidigt. In einem Beitrag auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump, Videoaufnahmen deuteten auf Selbstverteidigung hin. Zugleich machte er eine «radikale linke Gewalt- und Hass-Bewegung» für die Eskalation verantwortlich, die Sicherheitskräfte und ICE-Beamte täglich bedrohe und angreife. 

Nach Angaben der Polizei befand sich die 37-Jährige in ihrem Fahrzeug und blockierte eine Straße, als sich ein ICE-Beamter zu Fuß näherte. Das Auto setzte sich demnach in Bewegung, woraufhin mindestens zwei Schüsse fielen. Die Frau habe eine Kopfverletzung erlitten und sei im Krankenhaus für tot erklärt worden.

Stadt widerspricht der Darstellung Trumps

Trump schrieb, die Frau habe mit ihrem Fahrzeug einen ICE-Beamten «gewaltsam und vorsätzlich» angegriffen. Der Beamte habe in einer lebensbedrohlichen Situation gehandelt und befinde sich inzwischen zur Erholung im Krankenhaus. US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte zuvor auf einer Pressekonferenz in Texas ebenfalls von einem «defensiven» Schusswaffeneinsatz zum Schutz der Beamten und Unbeteiligter gesprochen.

Die Aussagen des Präsidenten und des Heimatschutzministeriums stehen im Widerspruch zur Darstellung der Stadt Minneapolis. Der demokratische Bürgermeister Jacob Frey hatte den Einsatz zuvor scharf kritisiert und die Darstellung der Selbstverteidigung nach Sichtung von Videoaufnahmen entschieden zurückgewiesen. Ermittlungen zu dem Vorfall laufen.

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