USA, Regierung

Nach Kritik an ICE-Razzien: Kalifornien startet Meldeportal

03.12.2025 - 23:38:56 | dpa.de

Auf die wachsende Sorge über das Vorgehen von Bundesbeamten reagiert Kalifornien mit einem Online-Formular. Dort können Zeugen etwa Fotos und Videos von umstrittenen Einsätzen einreichen.

Kaliforniens Gouverneur und sein Generalstaatsanwalt, Rob Bonta, wollen «Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen». (Archivbild) - Foto: Noah Berger/AP/dpa

Bewohner des US-Bundesstaats Kalifornien können mutmaßliches Fehlverhalten von Bundesbeamten nun über ein Online-Portal melden. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta begründete den Schritt mit wachsender Verunsicherung. «Von nicht gekennzeichneten, militärisch wirkenden Fahrzeugen bis hin zu Festnahmen, die eher an Entführungen erinnern: Die Menschen in Kalifornien sind zu Recht besorgt, dass Bundesbeamte möglicherweise ihre Befugnisse überschreiten», sagte Bonta. 

Gouverneur Gavin Newsom erklärte, das Portal biete «eine einfache und sichere Möglichkeit, sich zu äußern, Beobachtungen mitzuteilen und uns dabei zu helfen, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen». Das Vorgehen der Beamten auf Geheiß von US-Präsident Donald Trump zeuge «von einer offensichtlichen Missachtung rechtsstaatlicher Verfahren», hieß es in einer Mitteilung weiter. Ganze Gemeinden würden in Angst versetzt, Menschen traumatisiert und die öffentliche Sicherheit gefährdet.

Zeugen können Fotos und Videos hochladen

Das Angebot richtet sich an Personen, die möglicherweise rechtswidrige Aktivitäten von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE, des Grenzschutzes oder von Nationalgardisten beobachtet haben. Über das Formular können auch Video- und Fotoaufnahmen hochgeladen werden. Zugleich weist die Generalstaatsanwaltschaft darauf hin, dass eine Beschwerde nicht automatisch Maßnahmen nach sich zieht.

Kritik am Vorgehen von Bundesbehörden im Zuge von Trumps rigoroser Migrationspolitik gibt es nicht nur in Kalifornien. Videoaufnahmen zeigen etwa ICE-Beamte, die bei Razzien teils vermummt auftreten, Menschen festnehmen und in unmarkierten Fahrzeugen abtransportieren. Oft ist unklar, ob es sich bei den Festgenommenen einfach um Personen ohne gültigen Aufenthaltsstatus handelt - oder um gefährliche Kriminelle, wie die Trump-Regierung es darstellt. Immer wieder wird zudem berichtet, dass bei solchen Einsätzen auch irrtümlich US-Staatsbürger festgenommen wurden.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 68406589 |

Weitere Meldungen

Dritte Ministerin verlässt US-Regierung. Sie ist nicht die erste Ministerin, die seit Beginn des Iran-Kriegs von Bord geht. Die US-Arbeitsministerin Chavez-DeRemer verlässt Trumps Kabinett. (Ausland, 21.04.2026 - 03:20) weiterlesen...

Weitere Ministerin verlässt US-Regierung. Sie ist nicht die erste Ministerin, die seit Beginn des Iran-Kriegs von Bord geht. Die US-Arbeitsministerin Chavez-DeRemer verlässt Trumps Kabinett. (Ausland, 21.04.2026 - 00:29) weiterlesen...

Kuba bestätigt Gespräche mit US-Beamten in Havanna. Der Austausch verlief laut kubanischem Außenministerium «respektvoll und professionell». Vertreter der USA und Kubas sollen in Havanna verhandelt haben. (Ausland, 20.04.2026 - 22:31) weiterlesen...

Lula prangert «Wahnsinn» des Iran-Krieges an. Er fordert, Technik für Frieden statt Zerstörung zu nutzen – und nimmt die Mächtigen ins Visier. Während Milliarden hungern, fließen 2,7 Billionen Dollar in Kriege, klagt Lula in Hannover. (Ausland, 19.04.2026 - 20:47) weiterlesen...

Leo XIV. will Streit mit Trump nicht ausufern lassen. Nun zeigt sich Leo überraschend konziliant. Der US-Präsident und der Papst aus den Vereinigten Staaten liefern sich ein heftiges Wortgefecht, was weltweit Schlagzeilen macht. (Ausland, 19.04.2026 - 08:06) weiterlesen...

Leo XIV. bemüht sich um Entspannung mit Trump. Nun zeigt sich Leo konziliant. Der US-Präsident und der Papst liefern sich ein heftiges Wortgefecht, was weltweit Schlagzeilen macht. (Ausland, 18.04.2026 - 17:44) weiterlesen...