Zeugen - Asse-Untersuchungsausschuss in Hannover hört ersten Zeugen: Die geladenen Zeugen waren in den 1960er und 1970er Jahren in der Asse tätig
Vergrößern Zeugen - Asse-Untersuchungsausschuss in Hannover hört ersten Zeugen | Bild: ©

Hannover (ddp). Vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Niedersächsischen Landtags zum Atommülllager Asse ist am Donnerstag der erste Zeuge gehört worden. Geladen war der ehemalige Asse-Betriebsarzt und Strahlenschutzexperte des ehemaligen Betreibers, der Gesellschaft für Strahlenschutzforschung (GSF), Karl Niklas.

Im Anschluss wollte das Kontrollgremium Jürgen Schubert vom Niedersächsischen Oberbergamt anhören. Der ebenfalls als Zeuge geladene Professor Gotthard Fürer vom Oberbergamt hatte sich wegen einer Kur entschuldigen lassen. Die geladenen Zeugen waren laut einem Sprecher des Landtags in den 1960er und 1970er Jahren in der Asse tätig und sind inzwischen teils über 90 Jahre alt.

Die Asse unterlag jahrzehntelang dem Bergrecht. Betreiber war bis Anfang des Jahres das Helmholtz Zentrum München, die Nachfolgeorganisation der GSF. Seit Januar 2009 untersteht die Asse dem Atomrecht, Betreiber ist seitdem das Bundesamt für Strahlenschutz.

Der Asse-Untersuchungsausschuss hatte sich nach langem Parteienstreit im Juni konstituiert. Dem Kontrollgremium gehören 13 Mitglieder an. Die CDU stellt sechs Abgeordnete, die SPD vier, Grüne, FDP und Linke jeweils einen. Vorsitzender ist Jens Nacke (CDU), Stellvertreter Hans-Dieter Haase (SPD).

(ddp)