Zeil und Gruß weisen Seehofer-Kritik an FDP zurück: «Wir arbeiten ab, was jahrelang liegengeblieben ist»
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München (ddp-bay). In der schwarz-gelben Koalition Bayerns wird der Ton angesichts der näher rückenden Bundestagswahl rauer. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) wies im «Münchner Merkur» (Mittwochausgabe) die jüngste Kritik von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) an den Liberalen zurück. Hierbei handele es sich um eine «kleinliche Retourkutsche» für den Ärger um die Dienstreisen von Kabinettsmitgliedern.

Seehofer hatte dem Blatt zufolge am Montag im CSU-Vorstand moniert, bei der Arbeit von Zeil gebe es eklatante Schwächen in der Strukturpolitik und beim Breitband-Ausbau im ländlichen Raum. Der CSU-Chef kündigte zugleich einen harten Kurs gegenüber der FDP im Wahlkampf an. Man müsse sich um die «leistungslosen Gewinne» der Liberalen «etwas kümmern».

Zeil entgegnete, die Kritik sei wohl eher «eine Selbstanzeige der CSU» sowie der Versuch, «Versäumnisse der Vergangenheit bei uns abzuladen». Der Wirtschaftsminister fügte hinzu: «Wir arbeiten ab, was jahrelang liegengeblieben ist.»

Die bayerische FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß sagte der Münchner «Abendzeitung» (Mittwochausgabe), aufgrund des Rekordzuwachses an Mitgliedern bei ihrer Partei verwundere es sie nicht, dass die CSU nervös werde. Sie fügte hinzu: «Der Mitglieder-Boom wird sich auch am 27. September im Wahlergebnis niederschlagen - egal, ob sich Seehofer einmal mehr oder weniger über die FDP auslässt.»

(ddp)